Verkehr

ImageDas 4. EU-Eisenbahnpaket der EU-Kommission schockt: Sein eigentliches Ziel ist, Volksvermögen ungestraft verschleudern zu dürfen. Selten stand das „K“ der EU-Kommission so offensichtlich für „Kapital“. Ein Beitrag aus „railchat“ (Nr. 4, Juli 2913), der Zeitung des ÖBB-Konzernbetriebsrates.
ImageEin Offener Brief von Erich Klinger an die Linzer Stadtverantwortlichen. Stein des Anstoßes: Nicht menschen- sondern autogerecht soll der Linzer Hauptplatz zugerichtet werden.

ImageEU-Richter wollen sektorales Fahrverbot auf der Inntalautobahn kippen. Seit 1994 hat der Alpentransitverkehr auf der Straße 10 Mal so stark zugenommen wie im Nicht-EU-Staat Schweiz. Schwere Atemwegserkrankungen von Kindern im Tiroler Inntal haben sich seit 2002 verdoppelt.

ImageBei einer BürgerInnen-Abstimmung in Estland entschieden sich Ende März 75% für die Einführung des Nulltarifs auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln in der estnischen Hauptstadt Tallinn. In Belgien zeigt die Stadt Hasselt bereits seit langen, dass der Nulltarif in der Praxis bestens funktioniert und er zu äußerst positiven Effekten für die dort lebenden Menschen, sowie für die Klein- und Handelsbetriebe führt.

ImageNach jahrelanger systematischer Vernachlässigung werden Teile der Mühlkreisbahn (OÖ) zwischen Linz/Urfahr und Aigen Schlägl nur noch in einer Art Notbetrieb weitergeführt. 40 Millionen würde eine Sanierung kosten. Der derzeit kolportierte Plan, die Mühlkreisbahn zugunsten einer Verlängerung der Straßenbahn stillzulegen, könnte sich als Bumerang erweisen: Vervierfachung der Kosten bei gleichzeitiger Verschlechterung des Angebots. 

ImageDer oberösterreichische Landtag hat im Dezember eine Kürzungsorgie beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) durchgepeitscht, bei welcher alle Fraktionen brav  zustimmten. Insgesamt wurden im OÖ-ÖPNV 15% der gesamten Budgetmittel sprich 11,33 Mill. Euro gegenüber dem Voranschlag für 2011 gestrichen. Das ergibt nach eigener Erfahrung eine massive Reduktion der Fahrpläne, die Streichung ganzer Kurse, Stilllegungen ganzer Betriebsstrecken und eine Reduzierung des Wagenangebotes. Das geschieht hauptsächlich auf Regionalstrecken, die von Pendler-/Innen, Schüler/Innen und Menschen benützt werden, die keinen automotiven Untersatz besitzen, benützt werden.

ImageInterview mit dem Linzer Verkehrsexperten und -aktivisten Lukas Beurle zum geplanten Bau einer unterirdischen Straßenbahn und zu den Erfordernissen der Verkehrspolitik in Linz.
ImageAb Dezember 2010 wird der Bahntransport jährlich um 1,8 Millionen Zug-Streckenkilometer geschrumpft. Durch Auflassen bzw. Verteuerung von 135 Güterverladestationen rechnet man mit jährlich mehr als 400.000 zusätzliche LKW-Fahrten. Die Warnungen des Chefs der Eisenbahngewerkschaft vor der EU-Liberalisierung im Schienenverkehr bewahrheiten sich dramatisch. Die Solidarwerkstatt setzt die BürgerInnen-Initiative Höchste Eisenbahn fort.
ImageDie Werkstatt Frieden & Solidarität übergab im September 2.500 Unterschriften, die für die Petition „Höchste Eisenbahn“ gesammelt wurden, an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Die Forderungen dieser Werkstatt-Aktion sind aktueller denn je: Die ÖBB plant die Stilllegung von 29 Nebenbahnen, selbst ÖBB-Chef Kern warnt mittlerweile vor einem Ausverkauf an die Deutsche Bahn. Wir sehen diese Unterschriften daher als Startschuss für ein langfristiges Engagement für die Forderungen dieser Petition und laden zur Mitarbeit ein.
Image"ÖBB begrüßt die Liberalisierung in Europa", heißt es kürzlich in einer Pressemitteilung des ÖBB-Vorstandes. Die ÖBB ordert um 400 Millionen neue Garnituren bei Siemens, um damit auf profitablen Hauptstrecken in Bayern mitbieten zu können. Im selben Atemzug kündigt die ÖBB an, das Schienennetz in Österreich "aus Kostengründen auf wenige Hauptstrecken zu reduzieren." Auf dem Altar des freien EU-Marktes werden die Regionalstrecken in Österreich geopfert. Das zeigt einmal mehr, wie aktuell und dringend die Forderungen der Petition "Höchste Eisenbahn!" sind, die von der Werkstatt Frieden & Solidarität gestartet worden ist.