Verkehr

Die Erhöhung der Kosten für die Westring-Brücke um 35 Millionen Euro ist nur ein Vorgeschmack auf weitere Kostensteigerungen. Die Initiative Verkehrswende jetzt! fordert daher, nach Fertigstellung der 4. Donaubrücke dieses klimafeindliche Autobahnprojekt zu beenden und stattdessen den Öffentlichen Verkehr und die sanfte Mobilität in und um Linz großzügig auszubauen.

Am 1. und 2. April initiierten die Initiative Verkehrswende jetzt!, die Linzer Baumrettungsinitiative und Extinction Rebellion ein Protestcamp gegen die A26-Bahnhofsautobahn auf der Verkehrsinsel beim Wissensturm - dort wo das Tunnelportal der geplanten A-26 Bahnhofsautobahn zehntausende zusätzliche Autofahrten täglich mitten in das Linzer Stadtzentrum schleusen würde.

Von Freitag 1.4. bis Sonntag 3.4.2022 findet in Linz ein Protestcamp gegen A26-Bahnhofsautobahn statt. Am 1. April startet vor dem Wissensturm Linz ein dreitägiges Protestcamp. Denn wie die Wiener Lobau, sind wir auch direkt von einem Autobahnprojekt betroffen.

Von 4. - 8. April präsentiert der Autor Winfried Wolf in Innbruck, Linz, Steyr, Graz und Wien sein neues Buch „Tempowahn - Vom Fetisch der Geschwindigkeit zur Notwendigkeit der Entschleunigung". 

Die "Initiative Verkehrswende jetzt!" präsentiert bei einer öffentlichen Pressekonferenz im Linzer Bahnhofsviertel (sh. Foto) einen Antwortbrief aus dem Verkehrsministerium. Dieser bestätigt vollinhaltlich die Argumente der derzeitigen Volksbefragungsinitiative gegen die A26-Bahnhofsautobahn.

Nach erfolglosen Gesprächen hat die Stadt Wien die Auseinandersetzung mit den Lobauaktivist*innen auf die nächste Eskalationsstufe gehoben. Eine Räumung wird noch diese Woche in der Nacht erwartet. Menschen, die als Demobeobachter auftreten oder das Baustellengelände mitblockieren können sind herzlich willkommen! Im Anschluss an die Räumung wird es um 18:00 eine Soli-Kundgebung mit den Baustellenbesetzer*innen vor der Wiener SPÖ-Zentrale geben.

Das Jammern der Länder Wien, NÖ und der WKÖ, Ministerin Gewessler liefere keine Alternativen, ist unbegründet.

Seit Monaten kämpfen engagierte Menschen gegen den Bau der Lobau-Autobahn. Mit Erfolg. Das Werkstatt-Blatt sprach mit Heinrich Hirsch, einem der AktistInnen.

Politik weg von auto- hin zu menschengerechter Mobilität macht es möglich: Nachbarn sitzen gemütlich plaudernd auf einer Parkbank und Kinder spielen dort, wo früher Durchzugsverkehr lärmte und die Luft verpestete. Bis spät in die Nacht gelangen Fahrgäste mit Öffis an ihr Ziel. Doch wie hat Barcelona das geschafft?

Die neue B139  in Haid/Ansfelden (OÖ, Nähe von Linz) wird zwar als "Umfahrungsstraße" bezeichnet, faktisch ist sie ein 4- bis 6-spurige Autobahnauffahrt, durch die Grünland in großem Stil für Betriebsbaugebiet erschlossen und versiegelt werden soll. Das Verkehrsaufkommen würde um 62 % von derzeit 27.000 Kfz auf 43.700 Kfz täglich anwachsen. Ein Beitrag von Anni Jank, die sich bei einer Bürgerinitiative gegen den Bau dieser Megastraße engagiert.