Verkehr

Überdimensionierter B139-Neubau würde die Zahl der täglichen Autofahrten von von derzeit 26.000 auf 45.000 Kfz explodieren lassen und 30 Hektar Ackerboden und 4 Hektar Wasserwald zerstören.

Das wäre das Ergebnis, wenn es uns nicht gelingt, den Bau der beiden Autobahnen – Bahnhofsautobahn und Ostautobahn – zu verhindern. Ein Beitrag aus "SOLiNZ-Solidarisches Linz" dem neuen Online-Medium der Solidarwerkstatt-Kommunalgruppe Linz.

Am Freitag, 9.10.2020 fand auf Einladung der „Initiative Verkehrswende jetzt!“ eine Kundgebung im Linzer Bahnhofsviertel statt. Motto: „Verkehrswende statt Verkehrshölle! Stopp der A26-Bahnhofsautobahn!“ Die Bahnhofsautobahn ist der zweite, mit Abstand teuerste, klima- und gesundheitsschädlichste Abschnitt der Westring-Autobahn. Geplanter Baubeginn: 2024.

Kommt zur Kundgebung: "Verkehrswende statt Verkehrshölle! Stopp der A26-Bahnhofsautobahn!"
Freitag, 9. Oktober 2020, 15:00 - 17:00
Veranstalter: Initiative Verkehrswende jetzt!

Unter dem dem Motto "Keine neuen Autobahnen!" demonstrierten am Freitag den 2. Oktober Fridays for Future Wien gemeinsam mit lokalen BürgerInitiativen. Ein Bericht von Jutta Matysek, Obfrau der BürgerInitative „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“.

Nachdem der Linzer Bürgermeister eine mobile Klimademonstration verboten hatte, fand am 25.9. nach der Fridays for Future-Kundgebung noch eine lautstarke Protestaktion gegen diese skandalöse Einschränkung unserer Grund- und Freiheitsrechte vor dem Landhaus statt. Mittlerweile haben die Behörden die Katze aus dem Sack gelassen: Nicht Corona war der Grund für das Demonstrationsverbot, sondern der Schutz des ungehinderten Autoverkehrs.

Nach der 100-Millionen Kostenerhöhung beim Westring müssen Stadt und Land sofort aus der Mitfinanzierung des Westrings aussteigen. Das Umweltministerium ist gefordert, endlich ernsthafte Schritte zu unternehmen, um dieses unsinnige Autobahnprojekt zu stoppen. Eine Medieninformation der "Initiative Verkehrswende jetzt!"

Nach nur zwei Tagen haben die politisch Verantwortlichen in Linz der Probebetrieb für den autofreien Hauptplatz für beendet erklärt. Angeblich, weil dadurch ein Verkehrskollaps entstünde. Besonders erzürnt hat daraufhin Politik und Medien, dass eine Gruppe von AktivistInnen es mit kreativen Aktionen geschafft hat zu beweisen: Bei guter Ankündigung führt ein autofreier Hauptplatz mitnichten zu einem Verkehrskollaps.

Hier ein Video von Rudi Schober von der "Feier für einen autofreien Hauptplatz" am 31.7.2020 in Linz: https://dorftv.at/video/33942

Nach einem unverständlicherweise positiven UVP-Bescheid zum umstrittenen Autotunnel Josef-Huber-Gasse steht die Grazer Verkehrspolitik vor einer Richtungsentscheidung: Zurück in die 1970er-Jahre, wo Straßenbahnen eingestellt wurden, um die Stadt autogerechter zu machen, oder „Bim frei“ für die Südwestlinie und die Neugestaltung des Griesplatzes? Presseaussendung der Initiative "Probim Graz".

Die "Initiative Verkehrswende jetzt!" sieht den autofreien Hauptplatz ist "einen ersten wichtigen Mosaikstein für eine klima- und umweltfreundliche Verkehrswende in Linz." Scharf kritisiert wird die Ankündigung der Stadtpolitik, die Verwirklichung des autofreien Hauptplatzes vom Bau weiterer Straßen abhängig zu machen. Das ist "verkehrspolitisch die Faust aufs Aug."