Die niederösterreichische Landesregierung will ab Mitte Mai die Donauuferbahn zwischen Lehen-Ebersdorf und Weins (19 km) abreißen. Tun wir alles, um - wie im Vorjahr - auch jetzt die Donauuferbahn in letzter Sekunde zu retten!

 Der Abriss der Donauuferbahn wäre ein fataler Fehler. Eine 107 km lange, durchgehende Eisenbahn darf nicht in der Mitte wegen 19 km für immer unterbrochen werden. 100.000 t Eisenbahnschotter pro Jahr können von der Firma Loja bei vorhandenem Gleisanschluss mit der Donauufer-Bahn anstatt mit dem LKW transportiert werden. „Für das große Schotterwerk konnten konkrete positive Pläne zum Rückkehr zum Bahntransport bis dato nicht verwirklicht werden, weil das Land auf dem lebensfremden Standpunkt steht, dass das Unternehmen oder die Gemeinden die Verkehrsinfrastruktur selbst zahlen sollten. Daher donnern nach wie vor etwa 75 LKW täglich über Persenbeug, was für die Anwohner nicht lustig ist, Straßen ruiniert und auch nicht der immer wieder beschworenen Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene entspricht“,  ärgert sich Josef Baum von der Initiative Verkehrswende NÖ.

Neben Schotter können auf der Donauufer-Bahn auch Holz, Zuckerrüber und sonstige Güter transportiert werden. Damit würde Schadstoffbelastung und Lärm reduziert. Auch für den Tourismus kann die Donauuferbahn eine Bereicherung sein. Zwischen Krems und Emmersdorf gibt es ein funktionierendes Tourismusbahn-Konzept. Das kann auf die ganze Strecke ausgeweitet werden.

"Da muss man sich ans Hirn greifen!"

Heinrich Höbarth von der Fördergemeinschaft Donauuferbahn ist empört über die Abrisspläne: „Da muss man sich ans Hirn greifen. Vom Westen aus ist die Wachau mit öffentlichen Verkehrsmitteln quasi unerreichbar.“ Im Vorjahr konnte bereits der unmittelbar bevorstehende Abriss der Donauuferbahn durch breiten regionalen Widerstand verhindert werden. Finden wir uns daher mit der geplanten Zerstörung der Donauuferbahn nicht ab. Akzeptieren wir nicht diese kurzsichtigen Spar- und Liberalisierungspolitik, die zur Zerstörung von immer mehr Regionalbahnen führt, nur weil sie nicht unmittelbar rentabel sind.

Man muss sich wirklich ans Hirn greifen, wenn in Zeiten des drohenden Klimakollaps das Schienennetz reduziert wird, während gleichzeitig weiterhin Milliarden in den Ausbau des Straßennetzes gepumpt werden sollen (z.B. Westring-Autobahn und Ostumfahrung in Linz, Lobau-Tunnel in Wien). Unterstützt und verbreitet weiterhin die Petition der Verkehrswende NÖ. Unterstützen wir die regionalen AktivistInnen bei ihren Aktionen und retten wir auch diesmal die Donauuferbahn in letzter Sekunde!
(10.5.2018)