Verkehr

Am 19. Juni fand eine Menschenkette gegen die geplante A26-Bahnhofsautobahn in Linz statt. Denn: Das Linzer Bahnhofsviertel würde mit der A26 zur einer Verkehrshölle. Eine Medieninformation der "Initiative Verkehrswende jetzt!".

Gespräch mit David Stockinger, SPÖ-Vorsitzender und Gemeinderat von Schwechat, über die Vereinbarung der Bundesregierung mit Lufthansa und AUA-Geschäftsführung.

Das Verbot von Kurzstreckenflügen wäre eine effektivste Maßnahmen im Interesse von Umwelt- und Klimaschutz. Warum geht diesbezüglich kaum etwas weiter?

... auch die türkis-grüne Bundesregierung in vielen Bereichen noch in die völlig falsche Richtung marschiert! So hält auch diese Regierung am Ausbau von Autobahnen, Schnellstraßen und Flugpisten fest - das ist mit einer verantwortungsvollen Klimaschutzpolitik unvereinbar.

Kommt zur MENSCHENKETTE
Stopp der A26-Bahnhofsautobahn!
Klima- und Gesundheitsschutz durch Verkehrswende!
Freitag, 19. Juni 2020

Treffpunkt: 16 Uhr, Eingang ehem. Hauptpost Linz (beim Hauptbahnhof Linz)
Menschenkette über Kärtnerstraße bis zur Waldeggstraße, wo die geplante Autobahntunnelröhr aus dem Freinberg kommen soll. 

Die im Anschluss an die Menschenkette geplante Demonstration wurde von der Polizei untersagt. Aus Sicht der "Initiative Verkehrswende jetzt!" eine "unverständliche und verfassungswidrige Entscheidung". Hier der Aufruf für die Menschenkette und eine Erklärung der "Initiative Verkehrswende jetzt!".

Die OÖ-Nachrichten sind ein Leitmedium in Oberösterreich. Auffallend ist, wie vehement sie den Bau neuer Autobahnen propagieren und wie eng sie zugleich mit der Autoindustrie verbandelt sind. So sind die OÖN u.a. "Premiumpartner" und Veranstalter der Automesse "Linzer Autofrühling"*) (sh. Bild). Aus diesem Anlass ruft die Solidarwerkstatt die OÖN in einem OFFENEN BRIEF auf, transparent zu machen wieviel Geld sie von der Autoindustrie erhält. Denn: Die LeserInnen haben ein Recht zu erfahren, wie real oder doch eher fiktiv die "Unabhängigkeit" der OÖN ist.

Die Zähigkeit und Ausdauer dieser Bewegung ist außergewöhnlich. Seit November 2009 (!) finden wöchentlich Montagsdemonstrationen gegen das Betonmonsterprojekt Stuttgart 21 (S21) statt, wo mit einem Aufwand von unfassbaren 8 Milliarden Euro der Bahnhof  gigantomanisch umgebaut werden soll, sodass er kommerziell besser verwertbar ist, aber an Leistungsfähigkeit für den Regionalverkehr einbüßt. Auf Einladung des "Aktionsbündnisses gegen S21" hielt Boris Lechthaler im Namen der Solidarwerkstatt Österreich auf der sage und schreibe 503. Stuttgarter Montagsdemonstration am 2.3.2020  folgende Rede.

Hermann Knoflacher, eh. Professor an der TU-Wien und international renommierter Verkehrsplaner, legt dar, worum es geht: Stopp dem Straßenausbau und Schaffung von Strukturen, die es uns ermöglichen, auf das Auto zu verzichten. Lauter gute Argumente, um am Samstag, 14. März in Linz gegen die Automesse "Linzer Autofrühling" und die noch immer autofixierte OÖ Verkehrspolitik zu demonstrieren. Hier die näheren Informationen zu dieser Aktion am 14.3. und hier zum lesenswerten Interview mit Hermann Knoflacher, das vom Momentum-Institut geführt wurde.

Die EU-Verkehrskommissarin Adina Valean ließ Mitte Februar bei den Gesprächen wegen des explodierenden Transitverkehrs in Tirol aufhorchen: Wenn Österreich bei den Maßnahmen gegen den Transitverkehr nicht nachgebe, „könne es ja aus dem EU-Binnenmarkt aussteigen.“ Ein Blick in die Schweiz zeigt, dass das eine gute Idee ist.

Der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und die Einführung des Nulltarifs sind nicht nur umweltpolitisch, sondern auch sozialpolitisch wichtig, um der weit verbreiteten Mobilitätsarmut entgegenzuwirken. Das belegen neuere Zahlen, die vom VCÖ 2018 erhoben wurden.