Verkehr

Der OÖ Landeshauptmann Thomas Stelzer gibt vor, für die Klimaschutzbewegung „ein offenes Ohr“ zu haben. Gleichzeitig kündigt er den Autobahnausbau um 940 Millionen an, um Straßenkapazitäten für 75.000 zusätzliche Autofahrten täglich um Linz zu schaffen.

Der Ausbau der S1 zwischen Süßenbrunn und Schwechat beinhaltet den Bau eines Tunnels durch die Lobau, einen Teil des Nationalparks Donau-Auen in Wien. Das UVP Verfahren startete bereits 2009 und zog sich bis 2018, aufgrund vieler Beschwerden und Proteste durch NGOs und Bürgerinitiativen, besonders die Bereiche Wasserschutz und Lärm betreffend. Entgegen der Stimmung gegen noch mehr Straßen und Verkehr, soll das Riesenprojekt durchgesetzt werden.

Am Donnerstag (28.2.2019) eröffnete der Linzer Bürgermeister Klaus Luger gemeinsam mit Landes- und Bundespolitikern die Westring-Autobahn (Foto links) - das derzeit wohl klimaschädlichste Projekt in Oberösterreich. Und einen Tag später am Freitag (1.3.2019) stellt sich der Linzer Bürgermeister zu den klimastreikenden SchülerInnen, um offensichtlich seine Besorgnis über den Klimaschutz zum Ausdruck zu bringen (Foto rechts). Da kann es nur zwei Erklärungen ergeben: Entweder der Bürgermeister ist über Nacht vom Betonpisten-Saulus zum Klimaschutz-Paulus mutiert - oder er gehört zu einem besonders ausgeprägten Exemplar jener Spezies von Politikern, die am Sonntag die Sorge um das Klima heucheln, um während der Woche umso ungenierter Gas beim Bau neuer Autobahnen zu geben.

Lautstarkes Pfeifkonzert für die Politprominenz , die am 28. Februar die Baustelle der Westringautobahn in Linz eröffnete. Obwohl die Zeit für eine Klimawende immer knapper wird, ist die Politik in Bund, Land und Stadt Linz mental in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stehen geblieben. Hier der Text der Presseaussendung der Westring-GegnerInnen.

Anfang 2019 beginnt der Bau der Westring-Autobahn in Linz. Es gibt viele Gründe, warum wir uns mit diesem zukunftsfeindlichen Megastraßenprojekt nicht abfinden dürfen.

Am So, 2.12.2018 hissten AktivistInnen die Transparente "Stopp Autobahnwahn!" und "Klimaschutz braucht weniger heiße Luft und nicht mehr!" auf der Megabaustelle der Voest-Brücke, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Verkehrspolitik in Linz in die falsche Richtung läuft. Hier eine Presseaussendung der "Initiative Verkehrswende jetzt!" zu dieser coolen Aktion.

Noch heuer soll der Bau der Westring-Autobahn mitten durch Linz beginnen. Die "Initiative Verkehrswende jetzt!" lädt deshalb zur Mahnwache "Stopp Autobahnwahn! Klimaschutz jetzt!" am So, 14.10.2018 ein, 14 Uhr, Linzer Seite der Westring-Baustelle.

In Linz wird derzeit die bereits 6-spurige Voestbrücke zu einer 10-spurigen Monsterbrücke für den Autoverkehr ausgebaut. Dorf TV hat sich mit Linzern bei dieser Großbaustelle (Hotspot Teil 1) über Verkehrspolitik in Linz unterhalten. Bei Teil 2 geht es um den Neubau der Linzer Donaubrücke und welche Rolle diese für den Öffentlichen Verkehr spielen könnte bzw. sollte:
Teil 1: Hotspot Voestbrücke https://dorftv.at/video/29882
Teil 2: Die neue Linzer Donaubrücke https://dorftv.at/video/29888

Aus Anlass des Treffens der EU-Energie- und Verkehrsminister fand in Linz am 17. September 2018 eine Protestkundgebung unter dem Motto „Politik für Mensch und Umwelt – statt Europa der Konzerne!“ statt. Hier die Rede von Gerald Oberansmayr für die „Initiative Verkehrswende jetzt!“ bei dieser Kundgebung am Linzer Tummelplatz.

Beim Ausbau der A7-Voestbrücke in Linz zeichnet sich eine rekordverdächtige Kostenexplosion ab. Mittlerweile verschlingt diese Monsterbrücke für den Autoverkehr mehr als ein halbes Jahrtausend des jährlichen Linzer Radfahrbudgets!