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Protestkundgebung gegen die Fällung hunderter Bäume im Bergschlösslpark (Linz)
Freitag, 5. Dezember 2025, 16:30 - 17:30

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Protestkundgebung gegen die Fällung hunderter Bäume im Bergschlösslpark

Freitag, 5. Dezember 

16.30 Uhr, vor dem Alten Rathaus, Hauptplatz Linz

Zu dieser Protestkundgebung führt ein Trauermarsch für die Bäume und zerstörten Träume
Start: 15 Uhr, Bergschlösslpark Südspitze.

Viele Bäume sind gefallen. Wir stehen auf!

Baummord

Zur „Bauvorbereitung“ der A26-Tunnelautobahn hat die ASFINAG seit Dienstag Bereich des Bergschlösslparks über 230 Bäume fällen lassen. Einige Bäume konnten durch den Widerstand von AktivistInnen bisher gerettet werden. Insgesamt sind zehntausende Baumjahre sind innerhalb weniger Tagen vernichtet worden. Ein wertvoller Naherholungsraum der Linzerinnen und Linzer ist schwer beschädigt worden. In Zeiten der Klimakrise und der zunehmenden Erhitzung der Städte kühlenden Grünraum zu zerstören, ist besonders unverantwortlich. Insgesamt droht das Absterben von noch viel mehr Bäumen und Grünraum, da für den Autobahn-Tunnelbau die stark Wasser führende Lehmschicht zwischen Stadion und Bahnhofsknoten entwässert werden muss. 

Darüber hinaus heizt der Bau dieser Autobahn den Ausstoß klimaschädlicher Gase an (im Ausmaß des CO2-Ausstoßes des gesamten Linzer-Verkehrs eines Jahres!). Der Autoverkehr in der Innenstadt nimmt – laut ASFINAG - um 30% zu, dem Bahnhofsviertel und der A7 droht ein Verkehrskollaps. Und dafür soll in Zeiten finanzieller Knappheit zumindest 1,2 Milliarden Euro beim Fenster rausgeschmissen werden, die bitter beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs fehlen, der wirklich eine Verkehrsentlastung bringen könnte. Zumindest 60 Millionen Euro muss Linz beisteuern.
 
Linzerinnen und Linzer sollen über A26 entscheiden: Volksbefragung!
Die politischen Verantwortlichen haben sich verrannt. Doch noch können sie zurück. Baubeginn soll erst im Sommer 2026 sein. Die Linzer Bevölkerung soll in einer Volksbefragung selbst entscheiden, ob die Stadt Linz Geld für dieses Autobahnprojekt ausgibt. Für eine solche Volksbefragung hat es bereits zwei Anläufe gegeben. Einmal wurden rd. 10.000 Unterschriften für eine Volksbefragung gesammelt, ein weiteres Mal über 7.000 Unterschriften. Ausreichend, um eine Volksbefragung zu erreichen. Doch Bürgermeister Luger und sein Nachfolger Prammer haben mit advokatischen Winkelzügen bisher eine Befragung der Bevölkerung verhindert.
 
Angst vor der Bevölkerung ist kein guter Ratgeber für eine zukunftsorientierte Politik. Wir rufen den Gemeinderat auf, das Zerstörungswerk zu beenden und die Linzerinnen und Linzer selbst in einer Volksbefragung über die Zukunft entscheiden zu lassen!