Terminkalender

2. Teil: Kongo quo vadis? Krise und Perspektiven zum Frieden im Kongo (Linz)
Samstag, 29. September 2018, 17:00
  1. Teil: Kongo quo vadis?

Krise und Perspektiven zum Friedens im Kongo

Samstag, 29. September 2018
17 Uhr
Veranstaltungsraum Waltherstraße 15, 4020 Linz

Die ReferentInnen werden über die historische Entwicklung der DR Kongo berichten und einen Blick auf die aktuelle politische Lage werfen. Dabei sollen unter anderem die Fragen behandelt werden, warum die Tragödien im Kongo mit über neun Millionen Todesopfern allein in den letzten 25 Jahren medial kaum Beachtung finden und warum Kriege und Menschenrechtsverletzungen in einem riesigen afrikanischen Land global gesehen bzw. in Österreich weder vernünftige politische Analysen noch Protestkundgebungen generieren. Im Fokus wird die Arbeit der Journalisten und Aktivisten vor Ort und weltweit stehen.

Diese Überlegungen sollen mit folgenden ReferentInnen behandelt und mit Interessierten im Publik diskutiert werden.

  • Anjan SUNDARAM: ist ein preisgekrönter Journalist, der aus Afrika für die New York Times und die Associated Press berichtet foto Anjan Sundaramhat. Seine Schriften über verschiedene Länder dieses Kontinents erschienen auch in verschiedene Zeitschriften unter anderem in der Politico, Fortune und der Washington Post. Er promovierte an der Yale Universität und erhielt 2006 einen Reuters Journalism Award für seine Berichterstattung über Pygmäen Stämme im kongolesischen Regenwald. 2015 wurde sein Journalismus für den Prix Bayeux, den Frontline Club Award und einen Kurt Shork Award nominiert.

Sein erstes Buch "Stringer" wurde 2014 unter großem Beifall der Kritiker veröffentlicht und berichtete über seine Reise in Kongo. Als Berater  und  Coach der Journalisten in der Region in den großen Seen hat er einen guten Einblick über die Herausforderung  und die Arbeit der Journalisten in dieser Region.

Anjan Sundaram wird im Rahmen seines Buches "bad news" und seiner Tätigkeit als Trainer über die Rolle und den Einfluss von Paul Kagame auf die dauerhafte Krise in Kongo berichten, indem er seine Doppelfunktion als Präsident von Ruanda und der afrikanischen Union und seinen Praktiken unter anderem der Unterdrückung von Journalisten, der Manipulation von Statistiken, Hilfe von Rebellengruppen, thematisiert.

  • Damien TWAMBILANGANA, Aktivist und Koordinator von Aktionen: sieht die Revolution als einzige Perspektive für nachhaltigen Wandel im Kongo. Er wird über Strategien zur Sensibilisierung internationaler Institutionen und der kongolesischen Diaspora weltweit, sowie über AkteurInnen und Aktionen im In- und Ausland sprechen. Slogan: die Finanzierung dieser Aktionen muss zuerst von der Kongo Diaspora selbst übernommen werden, um ihre eigene Zukunft zu gestalten.
  • Angela Mayrhofer, Soziologin: hat sich im Rahmen ihres Studiums mit der kongolesischen Diaspora als soziale Bewegung auseinandergesetzt. Sie wird über die Herausforderungen und Potentiale der kongolesischen Diaspora berichten.