Soziales & Bildung

Die Griechenland von der EU aufgezwungenen Spardiktate im Sozial- und Gesundheitsbereich haben verheerende soziale Folgen: Die Lebenserwartung der GriechInnen ist seither um zwei Jahre gesunken. Eine Studie über die Folgen der Sparwut der konservativ-liberalen Regierung in Großbritannien zwischen 2010 und 2015 kommt zum Ergebnis, dass diese Kürzungspolitik zu 100 zusätzlichen Toten pro Tag führt. Ein Autor der Studie spricht von „ökonomischem Mord“.

In den steirischen Krankenanstalten (KAGes) wurde eine Befragung der MitarbeiterInnen durchgeführt. Ein Bericht über Ergebnisse und (unzureichende) Konsequenzen.

Die schwarz-blaue OÖ-Landesregierung plant massive Kürzungen bei Arbeit, Familie, Sozialem, Jugend und Kultur. Die Plattform "Für eine lebenswertes Oberösterreich", die von Organisationen aus verschiedenen politischen und sozialen Zugängen getragen wird, veranstaltet daher am Montag, 4. Dezember 2017 eine Demonstration gegen diese Kürzungspolitik. Treffpunkt: 17 Uhr, Martin Luther Platz, Abschlusskundgebung ab 18 Uhr vor dem Linzer Landhaus. Hier der Aufruf für diese Demonstration:

Einer neuen Studie zufolge haben Menschen, die an Wochenenden in die Intensivstation eingeliefert werden, ein deutlich höheres Sterberisiko als während der Woche. Als Gründe vermuten die Studienautoren "Ärztemangel", "fehlenden Ressourcen" und damit verbunden ein „höheres Arbeitspensum“.

Neu eintretendenden MitarbeiterInnen bei pro mente Reha drohen empfindliche Gehaltsverluste und die Verschlechterung der Rahmenbedingungen. Gewerkschaft und Betriebsrat rufen zum Widerstand auf.

Eine aktuelle OECD-Studie stellt der österreichischen Sozialversicherung hinsichtlich ihrer Verwaltungskosten ein hervorragendes Zeugnis aus. Die Verwaltungskosten der Sozialversicherung liegen in Österreich bei 2,8 Prozent, während bei privaten Krankenversicherungen fast 32 Prozent der Einnahmen für die Verwaltung ausgegeben werden, das mehr als das Zehnfache der solidarischen Krankenversicherungen.

Der EU-Fiskalpakt zwingt die Stadt Wien zu Ausgabenkürzungen bis 2020, um das hochheilige Nulldefizit zu erreichen. Dafür gespart werden soll unter anderem bei der Gesundheit.

Deckel 16 SelbstbehalteDie gute Nachricht: Die einst lebensbedrohliche Krankheit Hepatitis C kann durch eines neuen Medikaments zu beinahe 100 Prozent geheilt werden. Die schlechte Nachricht: Einem Viertel der Erkrankten wird das teure Medikaments von der Krankenkasse nicht bezahlt. Die „Deckelung“ der Gesundheitsausgaben schlägt wieder einmal zu.

hospitalErfahrungsbericht eines Angestellten des österreichischen Gesundheitswesens.

pflegedemo 3Über 2.000 PflegerInnen demonstrierten am 12. Mai 2017 lautstark, gut gelaunt und kämpferisch in Wien für „Gute Pflege für alle!“. Die RednerInnen machten deutlich, was es dafür braucht: Mehr Personal, mehr gut geschultes, mehr gut bezahltes Personal!