Soziales & Bildung

ImageEine Studie der Arbeiterkammern Wien und NÖ gemeinsam mit der Ärztekammer NÖ kam zum Ergebnis, dass ein Drittel der im Gesundheitsbereich Beschäftigten burn-out gefährdet sind. Trotz dieses alarmierenden Befundes will der Wiener Krankenanstalten Verbund (KAV) weiter beim Personal kürzen. Im September kam es Wien bereits zu ersten Protestaktionen gegen diese Sparpolitik auf dem Rücken von Beschäftigten und PatientInnen. Das WERKSTATT-Blatt hat sich mit Christine Rudolf*) über die Situation im Gesundheits- und Pflegebereich unterhalten. Christine Rudolf ist politische Sekretärin bei der KIV/UG (Konsequente Interessenvertretung/Unabhängige GewerkschafterInnen) in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG-KMSfB) und Arbeiterkammer-Rätin bei den Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen (AUGE/UG) in Wien.

ImageDie Solidarwerkstatt sammelt bereits seit einigen Monaten Unterschriften für die Petition „Pflege in die Sozialversicherung“. Wir wollen hier nochmals die Grundgedanken und oftmals an uns dazu gestellte Fragen wie u.a.: "was bedeutet Umstellung auf das Sachleistungsprinzip", "warum löst der Pflegefonds nicht den Pflegenotstand", erläutern. Weitere Fragen dazu beantworten wir gerne per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder am Telefon unter 0732/771094 (Mi und Do von 13:00 - 17:00h).

ImageDie Solidarwerkstatt hat eine Unterschriftenaktion gegen die Streichung der Investitionsförderung für Studierendenheime gestartet. Rudi Schober hat auch Kanzler Faymann und Wissenschaftsminister Töchterle einen Brief geschrieben, in dem er auf die fatalen Folgen dieser kurzsichtigen Sparpolitik aufmerksam macht. Töchterle übt sich in Schweigen, Faymann lässt durch sein in der Sache überfordertes "Bürgerservice" die Antwort "erledigen", die Rudi Schober ebenfalls nicht unbeantwortet lässt. Hier der Briefwechsel.

ImageDie OÖ Landesregierung will einen massiven Einschnitt bei den oberösterreichischen Spitälern durchsetzen. Den Menschen in Oberösterreich werden dadurch bis 2020 rd. 2 Milliarden Euro an Gesundheitsausgaben geraubt, um den verschärften EU-Budgetvorschriften Rechnung zu tragen. So sinnvoll der Abbau von Doppelgleisigkeiten im Spitalsbereich ist, so falsch ist das generelle Sparen bei der Gesundheit. Am 9. Juni findet in Linz daher eine Demonstration gegen diese Spitalsreform statt!

 

ImageWas macht uns gesund/krank?

Unsere Gesundheit hängt zu 74% von sozialen Faktoren wie Arbeitsumfeld, Bildung, sozialer Sicherheit, Umweltbedingungen usw. ab. Gemeinsames solidarisches Engagement trägt nicht nur zur gesellschaftlichen Veränderung, sondern auch zur eigenen Gesundheit bei.

 

ImageÖGB Steiermark und Plattform 25 rufen zur gemeinsamen Demonstration am 26. April 16.30 Uhr in Graz auf. Ziel ist es, die Zerschlagung des Sozialstaates zu stoppen. In der Steiermark soll ein Exempel statuiert werden. Die Landesregierung will 25 % des Landesbugdets kürzen. Dagegen werden die 579 Organisationen, die sich auf der Plattform 25 gemeinsam mit den Oppositionsparteien KPÖ und Die Grünen zusammengeschlossen haben, nun schon zum dritten Mal – diesmal gemeinsam mit dem ÖGB – demonstrieren.

ImageDerzeit bildet sich die Elterninitiative 1014 mit einem klaren gemeinsamen Ziel: "Wir fordern das österreichische Parlament auf, die Gemeinsame Schule aller 10- bis 14-jährigen Kinder jetzt zu beschließen und bis 2017 in bestmöglicher Qualität mit ausreichender Finanzierung zu verwirklichen."

Image Um die Hintergründe und Folgen dieser Misere näher zu Beleuchten haben wir hier einige Zahlen, Daten und Fakten recherchiert und zusammengestellt. Besorgniserregend ist dabei, dass ein signifikanter Rückgang der Ausgaben für Bildung gemessen am BIP in den letzten 16 Jahren zu beobachten ist, was Familien finanziell immer mehr unter  Druck bringt und gleiche Bildung und somit "gleiche Chancen" für alle als leere Worthülse, als Farce entpuppt.

Image Zentrale Forderungen des Bildungsvolksbegehrens, wie die Gesamtschule, Ganztagsschule, die Verdoppelung der Zahl der HochschulabsolventInnen sind nur machbar, wenn mit dem neoliberalen EU-Sparzwang gebrochen wird. Dafür brauchen wir eine vielfältige Bildungsbewegung, die nicht von Parteisekretariaten, Großindustriellen und Zeitungstycoon abhängig ist.

ImageSollen wir die Swarovskys, Flicks und Lugners mästen, um uns Pflege leisten zu können? Ein Plädoyer für die wertschöpfungsbezogene Finanzierung von Sozial- und Bildungsausgaben.