Soziales & Bildung

Das Krankenhaus in Spittal an der Drau, an dem das Land Kärnten beteiligt ist, hat Ende März den Betriebsratsvorsitzenden entlassen, weil er warnte, dass die besondere Schutzwürdigkeit von schwangeren Frauen in der Coronakrise im Spital nicht gewährleistet sei. Die Solidarwerkstatt ruft die Kärntner Landesregierung auf, sich sofort für die Rücknahme dieser skandalösen Entlassung einzusetzen.

Auch Menschen mit Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf müssen die notwendigen medizinischen Behandlungen erhalten.

Die beiden SchülerInnen und Geschwister Bernhard und Therese Schwab haben sich in einem Offenen Brief an Bildungsminister Heinz Faßmann gewendet. Angesichts der Corona-Krise fordern sie für 2020 eine Durchschnittsmatura. Bereits nach wenigen Tagen haben 17.000 Menschen diese Forderung auch online in einer Petition unterstützt.

Hunderttausende Menschen werden in diesen Tagen aufgrund der Corona-Krise arbeitslos, jetzt muss sofort geholfen werden! Die Solidarwerkstatt fordert in einem Offenen Brief an die Abgeordneten in National- und Bundesrat, die Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld sofort auf 80% und bei der Notstandshilfe auf 75% zu erhöhen. Bitte unterstützen!

Die EU-Austeritätspolitik hat die Gesundheitssysteme insbesondere in Ländern wie Italien, Spanien und Griechenland schwer getroffen. Diese Politik ist mitschuld an den vielen Corona-Toten.

Die Corona-Krise mahnt: Nie wieder Kürzen bei Gesundheit und Pflege! Bitte unterstützen Sie daher die Petition „WEG MIT DEM DECKEL!“, die eine Aufhebung der strikten Sparvorgaben fordert, die seit 2012 in unserem Gesundheits- und Pflegesystem zu massiven Kürzungen und Verschlechterungen geführt haben.

... daran sollten sich alle erinnern, wenn wir nach der Krise wieder Gehälter verhandeln!

EU-Verordnungen in den Jahren 2010/12 (Sixpack, Twopack) und der EU-Fiskalpakts (2012) erzwangen auch in Österreich eine verschärfte Austeritätspolitik. Deshalb wurde 2012 die „Deckelung“ der Gesundheitsausgaben beschlossen, d.h. Gesundheitspolitik darf sich seither nicht mehr am Bedarf der Menschen, sondern muss sich an technokratischen Budgetobergrenzen orientieren, die letztlich einzig der Eigenkapitalrendite geschuldet sind. Das hat zur Ausbreitung der Zwei-Klassen-Medizin in Österreich geführt, den Pflegenotstand verschärft und uns jetzt viel verletzlicher für die Corona-Pandemie gemacht. 

Die Coronapandemie greift in unser Leben unmittelbar ein. Entschlossenes rasches Handeln ist notwendig. Wir wollen nicht in eine Situation kommen, in der Ärzte darüber entscheiden müssen, wessen Leben angesichts knapper Ressourcen noch lebenswert ist. Doch wir müssen auch hier und heute die Frage stellen, ob unser Gesundheitssystem bzw. unsere Sozial- und Wirtschaftspolitik auf dem richtigen Weg sind. Nie wieder Kürzen bei Gesundheit und Pflege! Weg mit dem Deckel! Ausreichende Akutbetten in Krankenhäusern sind wichtiger als die Motorleistung des neuen SUV.

Andrea Klambauer  (NEOS), Frauenlandesrätin der türkis-grün-pinken Landesregierung in Salzburg, will in Salzburg Frauenhäuser privatisieren und die Trägerschaft der Frauenhäuser EU-weit neu ausschreiben. Wehren wir uns dagegen, dass jahrzehntelang aufgebaute, gut funktionierende Strukturen zerschlagen und Einrichtungen für schutzbedürftige Frauen zur Ware werden!