Soziales & Bildung

Die Türkisen blasen zum Großangriff auf Arbeitslose. Die Notstandshilfe soll auf 40% abgesenkt werden. Das trifft alle ArbeitnehmerInnen, denn Ziel ist verschärfter Lohndruck und die Ausweitung eines Niedriglohnsektors.  Wir müssen dieser asozialen Politik entgegentreten. Umso wichtiger ist nun die Einleitung des Volksbegehrens "Arbeitslosengeld rauf!"

Wie stark sich mittlerweile Arbeitslosigkeit in den Alltag der Menschen in Österreich eingebrannt hat, zeigen die Zahlen der Statistik Austria über die von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen. Diese ist im Jahr 2020 zum ersten Mal über eine Million gestiegen.

Am Samstag, 6. März 2021 fand im WUK in Wien die Aktionskonferenz "Arbeitslosengeld rauf!" statt. Dabei wurde die Einleitung des Volksbegehrens "Arbeitslosengeld rauf!" und ein bundesweiter Aktionstag am Tag der Arbeitslosen (30. April 2021) ins Auge gefasst.

Die Cornakrise hat vor allem Frauen überdurchschnittlich hart getroffen. Gender-Pay-Gap, Karenzzeiten, Teilzeitarbeit, schlecht bezahlte Arbeit oft in systemrelevanten Berufen, führen durch geringe Beitragszahlungen u.a. im Falle der Arbeitslosigkeit und später in der Pension, oft zu Armut. Um dieser Misere von Armut und Existenzangst entgegenzuwirken bedarf es eines höheren Arbeitslosengeldes und höhere Löhne.

Die Zahl derjenigen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, hat sich innerhalb eines Jahrzehnts mehr als verelffacht! Die Coronapandemie hat die Langzeitarbeitslosigkeit verschärft, doch in erster Linie sticht der Zusammenhang mit der EU-Austeritätspolitik hervor. Bei der Aktionskonferenz „Arbeitslosengeld rauf!“ am 6. März soll darüber diskutiert werden, wie eine Bündelung der Kräfte für eine sofortige und dauerhafte Anhebung des Arbeitslosengeldes gelingen kann.

Interview mit Margarethe Rackl, Geschäftsführerin des Frauenhauses Linz, aus SOLiNZ-Solidarisches Linz, über die Auswirkungen von Lockdown, steigender Arbeitslosigkeit, Homeoffice auf die Arbeit des Frauenhauses und die Frauen.

Foto Pixabay

Heutzutage muss man sich wirklich die Frage stellen, ob man überhaupt einen Artikel schreiben sollte, in dem es um das Corona-Virus geht. Denn die Menschen werden ja schon regelrecht damit überflutet. Aber in diesem Beitrag soll es um eine Sicht auf die Dinge gehen, die wenig medial vorkommen.

Die EU-Kommissions-Vize-Präsidentin Dubravka Suica ließ vor Kurzem die Katze aus dem Sack: Mit Verweis auf ein Grünbuch der EU-Kommission fordert sie bis 2040 die Anhebung des Pensionsantrittsalters auf 70 Jahre im EU-Durchschnitt, für Österreich auf 71 Jahre, für einige osteuropäische Staaten sogar auf 75 Jahre.

Anlässlich des internationalen Frauentags am 8. März laden Solidarwerkstatt-Österreich und KooperationspartnerInnen alle Interessierten ein zur Teilnahme an der Online-Lesung und Diskussion, mit Gertraud Klemm, am Donnerstag, 4. März 2021, um 19 Uhr.

Einladung zur 
Aktionskonferenz
Für eine sofortige und dauerhafte Erhöhung des Arbeitslosengeldes!
Samstag, 6. März 2021
14.00 – 18.00 Uhr
WUK, Währingerstraße 59, 1090 Wien