Nach dem Zwölf-Tage-Krieg gegen den Iran wurden der Wirtschaftssanktionen des Westens gegen den Iran noch einmal verschärft. Die Gefahr eines erneuten Krieges bleibt hoch. Ein Beitrag von Joachim Guilliard (Friedensinitiative Heidelberg).


In der Nacht zum 13. Juni wurde aus jahrzehntelanger Bedrohung ernst: Israel begann mit militärischer Unterstützung der USA einen offenen Krieg gegen den Iran. Zehn Tage später stiegen die USA mit Angriffen eigener Bomber direkt in diesen ein ‒ heimtückisch, noch während Verhandlungen mit der Islamischen Republik liefen. Von den EU-Staaten kam volle Rückendeckung für den verbrecherischen Überfall. Durch die Aktivierung des sogenannten Snap back-Mechanismus des Wiener Atomabkommens mit dem Iran verschärften sie auch noch den Wirtschaftskrieg gegen das Land.

Auch wenn die militärischen Aggressionen und Wirtschaftsblockaden massive Schäden verursachen, erweist sich das Land recht widerstandsfähig und kann auf wachsende Unterstützung aus dem Globalen Süden bauen.

Unprovozierter Angriffskrieg

Außerhalb des Westens wird der 12tägige Krieg, der aufgrund seines enormen Eskalationspotentials die Welt den Atem anhalten ließ, als eindeutig völkerrechtswidrige Aggression gewertet, als Angriffskrieg für den es keine Rechtfertigung gibt. Der Iran hat keinen der beiden Angreifer militärisch attackiert und stand auch nicht kurz davor. Er stand auch nicht kurz vor der Fertigstellung einer Atombombe. Selbst die 16 US-Geheimdienste kamen in ihrer gemeinsamen Bedrohungsanalyse erneut zum Schluss, dass nichts darauf hindeute, dass Teheran aktuell ein Atomwaffenprogramm verfolge.

Auch das würde selbstverständlich noch keine militärischen Angriffe legitimieren, schon gar nicht von Staaten, die selbst über Atomwaffen verfügen.[1] Nicht Israel ist es, das iranische Atomwaffen fürchten muss, sondern es ist der Iran, der durch die israelischen wie US-amerikanischen Atomwaffen in seiner Existenz bedroht ist.

Statt die völkerrechtswidrige Aggression zu verurteilen, faselten europäische Regierungen wieder einmal von Israels Recht auf Selbstverteidigung und warnten den Iran vor Aktionen, „die die Region destabilisieren könnten“. Der britische Premier Keir Starmer stellte sich hinter den Krieg[2] und der NATO-Generalsekretär Mark Rutte pries US-Präsident Donald Trump für sein „entschlossenes Handeln“, das „wirklich außergewöhnlich“ gewesen sei „und etwas, das sonst niemand zu tun wagte“. [3]

Diesen Völkerrechtsnihilismus, den Bundeskanzler Merz mit seinem Dank dafür, dass Israel die „Drecksarbeit“ für den Westen mache, noch unterstrich, verdeutlichte dem Rest der Welt einmal mehr, wie die vom Westen propagierte „regelbasierte Weltordnung“ zu verstehen ist.

Da es vor allem die produzierten Mengen an höher angereichertem Uran sind, mit der die Gefahr baldiger iranischer Atombomben begründet wird, hatte die russische Führung noch versucht, den Konflikt zu entschärfen, indem sie anbot, Irans Vorräte an angereichertem Uran nach Russland holen und in Brennelemente umwandeln zu lassen. Parallel dazu hatte sie mit Teheran ein Abkommen über den Bau von acht Atomreaktoren abgeschlossen, die sie nutzen könnten. Die Angriffe während der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zerstörten jegliche Hoffnung, Trump könne eine friedliche Lösung anstreben. Sie machten deutlich, dass es auch seiner Administration nicht um das iranische Atomprogramm geht.[4]

Seit jeher war die Mär von der baldigen iranischen Atombombe nur ein Vorwand und das eigentliche Ziel die Ausschaltung des Iran als unabhängige Regionalmacht, vorzugsweise durch Regime Change. Seit sie mit der Zerstörung des Iraks auch den schärfsten regionalen Gegner des Iran ausgeschaltet haben steht dies ganz oben auf der Agenda US-amerikanischer Strategen.

Der Krieg gegen den Iran ist die logische Fortsetzung dessen, was bereits in der Nationalen Sicherheitsstrategie der USA von 2002, also noch vor dem Irakkrieg dargelegt wurde: niemals zu dulden, dass regionale Mächte die Hegemonie der USA in wichtigen Regionen wie dem ölreichen Nahen Osten in Frage stellen.

Eskalation mit Rückendeckung aus Europa

Auch Berlin, Paris und London, die westeuropäische Troika in den Verhandlungen um Irans Atomprogramm, waren nicht auf Russlands Bemühungen eingegangen, sondern hatten den Konflikt ungeachtet der israelischen Drohungen noch verschärft. Sie drängten gemeinsam mit Washington Anfang Juni auf eine Verurteilung des Iran durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO).

Der Iran hatte seine Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag und dem freiwilligen Zusatzabkommen mit der IAEO bis dahin stets weitgehend erfüllt. Deren Inspektoren fanden bisher auch keine konkreten Hinweise auf Bemühungen des Iran, Atomwaffen zu entwickeln. Die Behörde bauschte jedoch in ihrem Bericht Anfang Juni, den Fund von künstlich hergestellten Uranpartikel an drei Orten, die nicht als Nuklearstandorte gemeldet sind, zu Hinweise auf verheimlichte nukleare Aktivitäten auf. Die geringen Spuren waren schon 2019 und 2020 nach präzisen Hinweisen aus Israel entdeckt worden. Teheran versichert, Belege zu haben, dass die nuklearen Materialien dort platziert worden waren. Es sei zudem offensichtlich, dass nur diejenigen den Inspektoren derart genaue Koordinaten für die Suche übermitteln konnten, die die Standorte kontaminiert hatten.

Schließlich verabschiedete der vom Westen dominierte Gouverneursrat der IAEO am 12. Juni eine Resolution gegen die Islamischen Republik, in der ihr förmlich die Nichteinhaltung seiner Verpflichtungen im Nuklearbereich vorgeworfen wird – zum erstmals seit fast zwanzig Jahren und trotz internationaler Warnungen vor den Eskalationsgefahren dieses Schrittes.[5]
Die von den USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien eingebrachte Resolution zieht den friedlichen Charakter des iranischen Atomprogramms in Zweifel und wirft dem Iran eine Gefährdung des Weltfriedens vor.[6]

Die mit 19 von 35 Stimmen angenommene Resolution lieferte damit eine Steilvorlage für das Netanyahu-Regime, das am folgenden Tag den Krieg begann. Der Generaldirektor der IAEO, Rafael Mariano Grossi, beschränkte sich in seiner Erklärung vier Tage danach darauf, alle Parteien zu „äußerster Zurückhaltung“ aufzurufen, „um eine weitere Eskalation zu vermeiden“. Eine entschiedene Verurteilung der israelischen und US-amerikanischen Angriffe ist auch in späteren IAEO-Resolutionen nicht zu finden.[7]

Wirtschaftskrieg verschärft

Das Ziel, den Iran als unabhängige Regionalmacht auszuschalten, verfolgen die USA seit mehr als vier Jahrzenten durch einen immer intensiveren Wirtschaftskrieg. Ab 2006 kamen multilaterale UN-Sanktionen und Restriktionen der EU hinzu. Nach Abschluss des Wiener Abkommens (Joint Comprehensive Plan of Action – JCPOA) zwischen dem Iran, den USA, China, Russland, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und der EU wurden 2016 die auf das Atomprogramm bezogenen Restriktionen aufgehoben. Trump verfügte jedoch schon während seiner ersten Amtszeit einseitig den Ausstieg der USA aus dem Abkommen und setzte das Wirtschaftsembargo wieder in Kraft. Seine Bedingungen für dessen schrittweise Aufhebung gehen weit über das Nuklearprogramm hinaus. Neben dem Verzicht auf jegliche Anreicherung von Uran, verlangte er auch die Produktion ballistischer Raketen einzustellen, sich nicht länger außenpolitisch in der Region zu engagieren und die Unterstützung von unliebsamen Organisationen, wie die libanesische Hisbollah einzustellen.

Dass ein souveränes Land über solche Forderungen nach völliger Unterwerfung nicht mal verhandeln würde, war auch dem Trump-Regime klar. Erklärtes Ziel war vielmehr, die Iraner durch drastische Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage derart in die Verzweiflung zu treiben, dass sie sich gegen das Regime erheben. Sein Nachfolger, Joe Biden, behielt diesen Kurs bei.

Indem Washington durch Verhängung „sekundärer Sanktionen“ auch Unternehmen und Finanzinstitute anderer Länder zur Einhaltung zwingt, sind die Handels- und Finanzblockaden fast so umfassend wie die gegen Kuba.[8] Nach seinem erneuten Amtsantritt im Frühjahr 2025 verschärfte Trump das Embargo weiter. Neue extraterritoriale Blockademaßnahmen richten sich vor allem gegen Häfen, Raffinerien und Reedereien, die das US-Ölembargo umgehen.

Teheran sah sich nach Trump Ausstieg aus dem JCPOA ebenfalls nicht mehr an die technischen Beschränkungen durch das Abkommen, wie die engen Obergrenzen für die Urananreicherung, gebunden und setzte auch einige Kontrollmöglichkeiten, die über die vom Atomwaffensperrvertrag geforderten hinausgehen, aus.

„Snapback“ – Wiedereinstieg der EU in die Wirtschaftsblockade

Im August lösten die drei europäischen Garanten des Wiener Atomabkommens, Frankreich, Großbritannien und Deutschland (E3), dessen sogenannten „Snapback-Mechanismus“ aus. Dieser ermöglicht es, die mit dem Abkommen ausgesetzten UN-Sanktionen ohne erneuten Sicherheitsratsbeschluss, d.h. auch gegen den Willen von Veto-Mächten, wieder in Kraft zu setzen. Dem Iran blieb nun nur noch eine 30tägige Frist, dies durch Erfüllung der Forderungen der E3 nach vollständiger Einhaltung seiner Verpflichtungen aus dem JCPOA aufzuhalten.

Dieser Erpressungsversuch nur wenige Wochen nach dem Krieg, war perfide und offensichtlich nicht auf Erfüllung der Forderungen angelegt. Schließlich hatten die in der Geschichte des Atomwaffensperrvertrags beispiellosen Angriffe auf Nuklearanlagen die Rahmenbedingungen radikal geändert und ließen die angerichteten Zerstörungen eine rasche Aufnahme von Inspektionen gar nicht zu. Das iranische Parlament hatte darauf mit einem Gesetz zur „Aussetzung der Zusammenarbeit“ reagiert.

Trotz der extrem schwierigen Umstände hatten Teheran und die IAEO sich am 9. September in Kairo dennoch bereits auf einen neuen Rahmen für die Zusammenarbeit verständigt, den IAEO-Chef Grossi als „einen Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnete. Als Teil dieser Vereinbarung hatte der Iran einen Stufenplan zur Wiederherstellung von Vertrauen und Transparenz vorgeschlagen, in dessen Mittelpunkt von seiner Seite das Angebot stand, seine Vorräte an 60-prozentig angereichertem Uran auf 20 Prozent zu verdünnen.[9]

Die E3 beharrten aber darauf, dass der Iran umgehend alle Inspektionen wieder zulassen müsse und offenlegen, wo sich seine Vorräte an angereichertem Uran befänden. Zudem müsse er sofort die Verhandlungen mit den USA wieder aufnehmen. Letzteres wurde allerdings von Washington verweigert und die Wiederaufnahme der Inspektionen war ja bereits eingeleitet worden. Die zusätzlichen Forderungen nach Offenlegung der Lagerstätten des angereicherten Uran wies die iranische Führung strikt zurück – das würde geradezu einer Einladung an Israel gleichkommen, die Orte zu bombardieren.

Ungeachtet dessen verkündeten die E3 am 27. September den Abschluss des Snapback-Prozesses und die Reaktivierung der UN-Sanktionen. Darauf setzte auch die Europäische Union ihre Restriktionen gegen die Islamische Republik wieder in Kraft.

Verhandlungen torpediert

Der Iran stoppte darauf die Verhandlungen mit den Europäern, die sich somit als Verhandlungspartner selbst aus dem Spiel genommen haben. Sie spielten jetzt, so der iranische Außenminister Abbas Araghtschi, in der Diskussion um das iranische Atomprogramm keine Rolle mehr. „In dieser Phase sehen wir keine Grundlage für Gespräche mit den drei europäischen Staaten.“ [10]

Teheran erklärte auch das Kairoer Abkommen mit der IAEO als hinfällig und stellte seine weitere Zusammenarbeit mit der parteiisch agierenden Behörde prinzipiell in Frage. Nicht nur aus iranischer Sicht legt sie an den Iran auf extreme Weise doppelte Standards an, die letztlich die Rechtfertigungen für den Krieg und den Snapback lieferten.

Während IAEO-Inspektoren Anfang November den für die Nuklearmedizin genutzten Forschungsreaktor in Teheran und das Kernkraftwerk Bushehr besuchen konnten, bleibt ihnen die Besichtigung der sonstigen Nuklearstandorte verwehrt. Noch sei der Zugang zu den bombardierten zentralen Anlagen in Natanz, Isfahan und Fordow ohnehin viel zu gefährlich. Vor allem aber müsse zuvor ein neues Abkommen abgeschlossen werden, das den Rahmen zukünftiger Inspektionen an die geänderten Verhältnisse anpasst und u.a. auch Regeln für Inspektionen der angegriffenen Standorte festlegt. Jegliche Vereinbarung mit der IAEO müsse von nun an strickt an Sicherheitsgarantien für iranische Nuklearanlagen und Wissenschaftler gebunden sein. Zudem verlangt Teheran als Vorbedingung für neue Vereinbarungen eine klare Verurteilung der Angriffe durch die IAEO und ein Ende der Sonderbehandlung seines Atomprogramm.

Rechtmäßigkeit umstritten

Die per Snapback reaktivierten UN-Sanktionsmaßnahmen sind im Umfang wesentlich beschränkter als die Blockaden der USA. Da sie aber an sich für alle Länder verbindlich sind, könnten sie diese theoretisch noch deutlich verschärfen. Vermutlich werden sich jedoch die meisten nicht-westliche Staaten nicht an sie halten.

China, Russland und viele andere BRICS- und blockfreie Staaten, bestreiten grundsätzlich die Rechtmäßigkeit des Snapbacks. Da die USA aus dem JCPOA austraten, hätten die E3 kein Recht, den darauf fußenden Mechanismus auszulösen. Zudem hätten auch sie ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen nicht vollständig erfüllt. [11] Über den Snapback könnten „keine rechtlichen Verpflichtungen“ für die Mitgliedstaaten begründet werden, teilten Peking und Moskau in einer gemeinsamen offiziellen Erklärung, die in der UNO verteilt wurde, mit. Indem die beiden Vetomächte sich gegen die Reaktivierung der Sanktionen stellen, können sie vermutlich auch die mit der Durchsetzung beauftragten Ausschüsse des Sicherheitsrats blockieren. [12]

Angriff auf Wirtschaft und Lebensstandard

Ein massiver Rückgang von Exporten durch die reaktivierten Sanktionen ist daher nicht zu erwarten, sie könnten aber iranische Unternehmen zu weiteren Preisnachlässen zwingen und ihren Zugang zu Finanzmitteln und Investitionen weiter einschränken.

Die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage im Iran hatte sich jedoch schon durch die seit Frühjahr verschärften US-Blockaden im Öl- und Finanzbereich und durch den wirtschaftlichen Schock, den die direkte militärische Aggression Israels und der USA auslöste, erheblich verschlechtert. Fabrikschließungen und Arbeitslosigkeit nahmen zu und die iranische Währung Rial verlor massiv an Wert, wodurch sich Importe und viele Grundgüter stark verteuerten. Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge stieg die Inflationsrate auf über 35 Prozent, so hoch wie nach Reaktivierung der Blockaden 2018.

Hinzu kommen massive Probleme mit der Wasserversorgung im ganzen Land, durch eine seit Jahren andauernde Dürre. Sie ist die schwerste seit 50 Jahren und führte bereits zu Engpässen bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln. Die Folgen werden durch die Wirtschaftsblockade noch verschärft, da sie u.a. die Instandsetzung maroder Leitungen und die Umstellung auf moderne Bewässerungssysteme massiv erschwert. Dasselbe gilt auch die Energiekrise, unter der weite Teile des Landes leiden.

All dies gefährdet die bedeutenden sozialen Fortschritte, die das Land erreicht hat, wie die gute Gesundheitsversorgung und soziale Grundsicherung, sowie kostenlose Bildung und Hochschule. Davon profitieren insbesondere Frauen, die z.B. mittlerweile nahezu 70 Prozent der Studierenden an iranischen Universitäten für Naturwissenschaften und Technik stellen.

Auch wenn selbstverständlich interne Faktoren, wie Missmanagement und Korruption, ebenfalls für die vielfältigen inländischen Krisen verantwortlich sind, so werden sie alle durch das Embargo noch verschärft. Insbesondere die steigenden Kaufkraftverluste durch massive Abwertung der iranischen Währung, drohen Millionen Menschen, auch aus der Mittelschicht, in die Armut zu treiben. Die Löhne bleiben weiter stark hinter den Preisen zurück und die Ersparnisse schwinden. Das Potential sozialer Unruhen wächst und der Staat verschärft angesichts dessen und der massiven ausländischen Einflussbemühungen die Überwachung und Unterdrückung dissidentischer Gruppen.

Der IWF sah zum Jahresende gesamtwirtschaftlich schon eine leichte Entspannung. Nachdem er im Frühjahr für 2025 noch einen Rückgang des Wirtschaftswachstums auf null vorhergesagt hatte, schätzte er es im Oktober auf 0,6 Prozent.[13] Verbesserungen für die Bevölkerung sind jedoch vorläufig nicht zu erwarten.

Iranische Resilienz

Insgesamt zeigt sich die iranische Wirtschaft aber recht widerstandsfähig, insbesondere auch ihr Rückgrat, die Ölindustrie. Trotz vier Jahrzehnte US-Embargo konnte der Iran einen Großteil seiner Exportinfrastruktur erhalten und neue Wege finden, um Märkte zu erschließen. Waren seine Rohölexporte 2018, nach Trumps Wiederinkraftsetzung des Embargos, drastisch auf unter 0,5 Millionen Barrel pro Tag (bpd) eingebrochenen, konnte er sie ab 2021 wieder Jahr für Jahr steigern. Da die iranischen Unternehmen und ihre Handelspartner sich bemühen, ihre Geschäfte verdeckt abzuwickeln, sind genaue Angaben schwierig. Die Schätzungen für die durchschnittliche Menge im Jahr 2024 lagen zwischen 1,5 und 1,7 Millionen bpd – fast so viel wie vor 2018, aber noch weit unter den rund 2,5 Millionen bpd vor 2008. [14]

Für die Wiederbelebung der Exporte müssen iranische Unternehmen allerdings erhebliche Rabatte gewähren. Die Umgehung der Blockade über Tanker von „Schattenflotten“ und die Nutzung von Zahlungswegen außerhalb des Dollarsystems drücken die Einnahmen weiter. Dennoch konnte der Iran seine Einnahmen 2024 auf 43 Milliarden US-Dollar steigern.[15]

Im Frühjahr dieses Jahres brachen nach Trumps Verschärfung der Blockaden Rohölproduktion und -export jedoch drastisch ein und erneut im Juni, da die israelischen Luftangriffe auch auf die iranische Öl- und Gasinfrastruktur zielten. Sie konnten sich aber ab August wieder erholen. Die iranischen Ölexporte erreichten laut TankerTrackers.com im Oktober mit über 2,1 Millionen Barrel pro Tag sogar den höchsten Stand seit sieben Jahren.[16]  So musste im November auch die FAZ mit großem Bedauern feststellen, dass die iranischen Öl-Exporte trotz des „maximalen Drucks“ den Trump mit der Verschärfung des Embargos zwei Wochen nach Amtsantritts verkündete, nicht gesunken sind.[17]

Die beständige Steigerung der Exporte weist auf eine ausgereifte Logistik des Iran und seiner Partner zur Umgehung der Blockaden hin. Ein Großteil des Exports läuft dabei über gut etablierte „Ship-to-Ship-Transferrouten“ (STS) in Südostasien, bei denen das Rohöl zum Schutz der beteiligten Reeder unbeobachtet auf hoher See umgepumpt wird.[18] Hauptabnehmer iranischen Öls ist mit großen Abstand China, gefolgt von den Vereinigten arab. Emiraten.

Daneben stiegen auch die Exporte anderer Güter, wie Stahl und Aluminium.[19] Der Iran profitiert dabei von regionalen Handelsabkommen und strategischen Partnerschaften, insbesondere mit Russland, China, Pakistan und anderen Mitgliedern des BRICS-Bündnisses und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit.[20] Auch in diesen Bereichen wächst vor allem der Handel mit China rasant. Im Geschäftsjahr bis März 2025 exportierten chinesische Unternehmen Waren im Wert von 14,8 Milliarden US-Dollar in den Iran und importierten aus ihm für 19,3 Milliarden US-Dollar. Grundlage der wirtschaftlichen Partnerschaft zwischen den beiden Ländern ist das 2021 unterzeichnete 25-jährige Kooperationsabkommen über 400 Milliarden US-Dollar.

Die Finanzblockade der USA wird umgangen, indem der Iran seine Geschäfte zum guten Teil unter Verwendung des chinesischen Yuan und anderen lokalen Währungen oder über einen komplexen Tauschhandel (Bartersystem) abwickelt werden.

Der Iran hat sich mittlerweile zu einem Dreh- und Angelpunkt der eurasischen Integration entwickelt und ist sowohl zentraler Teil der von Ost nach West ausgerichteten chinesischen Belt and Road Initiative (BRI) als auch des Nord-Süd-Transportkorridors (INSTC). Dieser Korridor ist ein 7.200 Kilometer langes Netz aus Schiffs-, Schienen- und Straßenverbindungen, das Indien, den Iran, die zentralasiatischen Staaten und Russland miteinander verbindet. Die Transportrouten werden in beide Richtungen stetig ausgebaut. So erreichte am 8. November der erste planmäßige Güterzug aus der russischen Stadt Archangelsk am Arktischen Meer den iranischen Trockenhafen Aprin am Stadtrand von Teheran. Ein Teil der Fracht ging von da weiter in den Irak.[21]

Bereits im Mai war ein im BRI-Rahmen ausgebauter 8.400 Kilometer langer Eisenbahnkorridor zwischen Xi’an in Zentralchina und Aprin eingeweiht worden. Die Bahnstrecke, an die nun nahtlos der INSTC anschließt, verläuft durch Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan, mit der Möglichkeit, auch Bahnhöfe in Kirgisistan und Tadschikistan anzusteuern. Sie hat das Potenzial, die Lieferzeiten von 30 bis 40 Tagen auf dem Seeweg auf etwa 15 Tage drastisch zu verkürzen. Vor allem bietet sie die Möglichkeit, Erdöl und andere Güter ohne Eingriffsmöglichkeiten der USA zu transportieren.

Durch die wiederhergestellten Eisenbahnlinien des Iran mit Pakistan und der Türkei entstand ein weiterer 5.981 Kilometer langer Korridor, der die Transportzeit von Gütern zwischen Istanbul uns Islamabad von 35 auf 13 Tage verkürzt. Erweiterungen in die chinesische Region Xinjiang sind bereits im Gange.

Militärische Situation

Die für den Iran dringlichste Aufgabe ist selbstverständlich, sich wesentlich besser gegen zukünftige Angriffe Israels und der USA zu rüsten und sie dadurch soweit möglich davor abzuschrecken. Seine Verteidigung im Juni war überraschend schwach gewesen. Nahezu ungehindert konnten die Aggressoren Luftangriffe durchführen, die weit über die Bombardierung bekannter Nuklearstandorte hinausgingen. So wurden auch Stadtviertel mitten in Teheran bombardiert. Die 12 Tage langen Bombardierungen verursachten nicht nur enorme Schäden an Militärbasen und Nuklearanlagen, sondern auch an Regierungseinrichtungen, ziviler Infrastruktur und Wohngebäuden. Neben Anschlägen auf Kommandeure der iranische Armee lies das israelische Regime auch zahlreiche verbrecherische Attentate auf hochrangige Regierungsbeamte und prominente Wissenschaftler ausüben, durch die auch ihre Familien, Begleiter oder Nachbarn ermordet wurden. Insgesamt kamen in den 12 Tagen mindestens 1.064 Menschen ums Leben, Tausende wurden verwundet.[22]

Überlegenheit der Aggressoren

Das Netanyahu-Regime hatte seinen Überfall seit Jahren aufwendig vorbereitet und mit Hilfe US-amerikanischer und anderer westlicher Geheimdienste die Ziele sorgfältig ausgekundschaftet. Dem Mossad war es israelischen Angaben zufolge gelungen, mit Hilfe einheimischer Unterstützern, Drohnen und Waffensysteme ins Land zu schmuggeln und eine komplette Drohnenbasis nahe Teheran zu errichten. Von dieser Basis sowie an geeigneten Orten platzierten Agenten, wurden vor Beginn der ersten israelischen Luftangriffe iranische Luftabwehrbasen angegriffen.[23] Es wird vermutet, dass ein erheblicher Teil der iranischen Luftabwehr auf diese Weise ausgeschaltet wurde. Auch ein Teil der Mordanschläge wurde aus dem Landesinnern durchgeführt.[24]

Die konkreten Planungen für die Angriffe hatten laut New York Times im Dezember 2024 begonnen. Der Sturz Assads und die anschließende völlige Zerstörung der syrischen Luftabwehr durch israelische Bomben, hatten dafür einen Luftkorridor frei gemacht. Und Trump habe bereits im Februar die Unterstützung der US-Geheimdienste dafür gewährt. Obwohl der engere Kreis um ihn in der Frage gespalten gewesen sei, habe er entschieden, Netanyahu „zu helfen“.[25] In einer gemeinsam Desinformationskampagne bemühten sich Washington und Tel Aviv, der iranische Führung bis zum Schluss vorzugaukeln, dass über mögliche direkte Angriffe auf iranisches Territorium noch diskutiert würde.[26] Die Iraner hatten zwar begonnen, sich auf israelische Angriffe vorzubereiten, rechneten aber, Aussagen aus Regierungskreisen zufolge, nicht vor Abschluss ihrer nächsten Verhandlungsrunde mit Washington. Dies war ein fataler Irrtum, der etlichen Kommandeuren das Leben kostete, da sie, statt in sicheren Unterkünften zu übernachten, nach Hause gegangen waren.[27]

Wie erfolgreich die absolut völkerrechtswidrigen Bombardierungen der Nuklearanlagen tatsächlich waren, bleibt allerdings umstritten. Da die meisten zentralen Industrieanlagen des Landes geschützt tief unter der Erde liegen, und unklar ist, wieviel von den Anlagen die Iraner vor den Angriffen an nicht bekannte Orte verlagern konnte, beruhen Berichte zum guten Teil auf Spekulation.

Die US-Luftwaffe setzte die Bunkerbrecherbombe GBU-57 ein, die extra für Angriffe auf den Iran entwickelt wurde. Mit einem Gewicht von rund 14 Tonnen und einer Sprengladung von 2,4 Tonnen, soll sie in der Lage sein, bis zu 60 Meter tief in die Erde einzudringen. Um die Anreicherungsfabrik in Fordo, die gut 100 Meter tief im Bergmassiv verbunkert ist, zu zerstören, wurden 12 dieser Bomben hintereinander auf sie abgeworfen. Fachleute bezweifeln dennoch, dass dies gelang.[28]

Das US-Zentralkommando hatte wohl, wie NBC berichtet, Pläne für viel umfassendere Angriffe auf den Iran entwickelt, die statt einer Nacht mehrere Wochen gedauert hätten. Trump habe sie aber abgelehnt, da er die Risiken für zu hoch hielt und sie auch zu sehr im Widerspruch zu den Versprechen an seine Fans gestanden hätten, die USA aus Kriegen herauszuhalten.[29]

Die Schäden an den Nuklearanlagen sind, wie auch iranische Stellen, einräumen, beträchtlich, von weitgehender oder gar vollständiger Zerstörung, wie Trump triumphierend verkündete, kann aber keine Rede sein. Dies ist auch die Einschätzung der US-Geheimdienste, sehr zum Ärger ihres Präsidenten. Sie gehen davon aus, dass die Kernkomponenten des iranischen Atomprogramms intakt blieben und dieses wahrscheinlich nur um einige Monate zurückgeworfen wurde.

Die mit modernstem US-Equipment ausgerüstete und durch westliche Aufklärung unterstützte israelische Luftwaffe war der iranischen Verteidigung weit überlegen gewesen. Mit Hilfe der im Hinterland angreifenden Kräfte war es ihr offensichtlich gelungen, die iranische Luftabwehr in einem genügend großen Gebiet für einen Zeitraum zu neutralisieren, der ausreichend war, wiederholte Angriffe auf ausgewählte Ziele durchzuführen. Sie konnte aber keineswegs, wie behauptet, das gesamte, an sich recht hoch entwickelte Luftabwehrnetz des Iran im ganzen Land dauerhaft ausschalten.[30] Genauso wenig konnte sie die Vergeltungsschläge auf militärisch bedeutende Ziele in Israel, die die Islamische Republik in mehreren Wellen von Raketen- und Drohnenangriffen durchführte, verhindern. 32 Israeli wurde dabei getötet. Iranische Raketen trafen auch mindesten einen Militärstützpunkt der USA, die Al Udeid Air Base in Katar.[31]

Von den drei wesentlichen Zielen, die das Netanyahu-Regime mit ihrem Überfall verfolgten, erreichte es letztlich nur eines, die USA endlich zu einem direkten militärischen Angriff zu bewegen. Es gelang ihm jedoch weder das iranische Regime zu stürzen oder zu enthaupten noch den Iran auf das Niveau von Syrien oder Libanon zu bringen, Länder in die Israel ungestraft nach Belieben militärisch intervenieren kann.

Stärkung militärischer Verteidigung mit Hilfe Russlands und Chinas

Die Volksrepublik China und Russland haben jeweils strategische Partnerschaftsabkommen mit dem Iran abgeschlossen – jedoch ohne eine gegenseitige Verteidigungsklausel. Im Land wurde dennoch Enttäuschung darüber laut, dass von ihnen im 12-tägigen Krieg so wenig praktische Unterstützung kam und auch, dass Iran bisher von Russland nur das Luftabwehrsystem S-300 erhielt und nicht das wesentlich leistungsfähigere S-400.

Iran hat durchaus selbst eine fortgeschrittene Rüstungsindustrie und an sich auch flächendeckend recht moderne Luftabwehrsysteme, die nicht alle zerstört werden konnten. Viele Experten rätseln daher, warum sie kaum zum Einsatz kamen. Manche spekulieren, sie seien noch geschont worden.[32] Berichten aus Teheran zufolge, wird nun jedoch mit Hochdruck an einer quantitativen und qualitativen Verbesserung der Verteidigung gearbeitet – mit wesentlich stärkerer Unterstützung von Russland und China.

So lieferte Russland im September mit MiG-29-Jets die ersten neuen Kampfflugzeuge seit 30 Jahren.[33] Durchgesickerte Informationen deuten zudem darauf hin, dass der Iran jetzt auch zügig 48 hochmoderne Kampfflugzeuge vom Typ Sukhoi Su-35 erhalten wird. Sie waren bereits 2023 bestellt aber bisher nicht geliefert worden und würden der iranischen Luftwaffe einen Generationssprung verschaffen.[34] Die als sehr leistungsfähig in der Verteidigung geltenden Kampfjets können sie zwar nicht auf Augenhöhe mit der israelischen Luftwaffe bringen, können aber zu einem Faktor werden, den Angreifer – anders als die veraltete bisherige Kampfflotte – durchaus fürchten müsste.

Einer Serie von Flügen großer russischer Militärtransporter lässt Analysten zudem vermuten, dass hiermit neben hunderten Tonnen militärischer Ausrüstung zum Wiederaufbau zerstörter Verteidigungssysteme, auch schon S-400-Batterien geliefert wurden.[35] Russlands leistungsstärkstes Luftabwehrsystem könnte in Verbindung mit den einheimischen Bavar-373-Systemen einen effektiven mehrschichtigen Schutzschild für wichtige Gebiete und strategische Standorte bieten.

China legte nach dem Krieg seine bisherige Zurückhaltung ab und baut nun ebenfalls seine militärische Unterstützung kräftig aus. Einem Bericht der Dryad Global Maritime Security zufolge, ein Unternehmen, das maritime Risikoanalysen für die Schifffahrts-, Energie- und Rohstoffbranche anbietet, haben China und Iran einen geheimen Öl-für-Waffen-Handel begonnen. Demnach tauscht Teheran einen großen Teil seiner Rohölexporte gegen moderne chinesische Militärtechnik ein, darunter Raketensteuerungstechnologien, Drohnen- und Präzisionslenkkomponenten sowie Raketentreibstoff. [36] Dryad Global identifizierte eine „ausgereifte, besser operationalisierte Tauschwirtschaft, die ausdrücklich darauf ausgelegt ist, westliche Sanktionen durch ein weitverzweigtes Netzwerk von Scheinfirmen, Tankern ohne AIS-Ortung und Finanzierungskanälen zu umgehen.“  In diesem Rahmen hat der Iran mittlerweile auch das chinesische Langstrecken-Luftabwehrsystem HQ-9 erhalten. Es ist eine Weiterentwicklung des russischen S-300-Systems, das mit den im Land vorhandenen S-300-Batterien zusammenarbeiten kann und somit eine weitere signifikante Verbesserung der iranischen Luftabwehr bringen wird.

Kriegsgefahr weiter hoch

Der Ausbau und Modernisierung seiner Luftabwehr und Luftwaffe kann zukünftige Angriffe für Aggressoren wesentlich schwieriger und verlustreicher machen. Analysten sprechen sogar davon, dass sie die Machtbalance in der Region verschieben würde. Gleichzeitig warnen sie aber auch davor, dass Israel vermutlich versuchen wird, dies mit verdeckten Cyberoperationen, Sabotage und Luftangriffen zu verhindern, bevor die leistungsfähigere Verteidigung voll einsatzfähig ist.

Die Einschätzungen über die weitere Entwicklung gehen weit auseinander. In Washington sieht man, wie der investigative Journalist Seymour Hersh berichtet, die iranische Führung in einer existenziellen Krise und hofft auf baldige Aufstände. „Nicht genug Wasser. Nichts zu essen. Kein Geld … und die wichtigsten Militärführer sind tot“, so ein US-Geheimdienstexperte für den Nahen Osten. Der Staat stehe „kurz vor dem totalen Zusammenbruch“.[37]

Das ist sicherlich reines Wunschdenken. Davon geht auch die israelische Führung nicht aus, Sie rechne vielmehr damit, so Hersh, dass schon im Spätsommer nächsten Jahres „die ersten Elemente” eines verbesserten iranischen Luftabwehrsystems einsatzbereit sein werden. Sie plane daher „im Frühjahr einen neuen, massiven Angriff auf den Iran zu starten“, bevor das iranische System „in Betrieb geht”.

Bei einem Treffen mit Netanjahu vor Jahresende in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida versicherte US-Präsident Trump, er würde israelische Angriffe auf den Iran unterstützen, sollte das Land weiterhin zu keinem Abkommen in seinem Sinne bereit sein und seine Raketen- und Atomprogramme fortsetzen. Wenn der Iran wieder aufrüste, werde man keine andere Wahl haben, als diesen Aufbau schnell zu beseitigen.[38]

Die Feststellung des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, sein Land stehe derzeit in einem „vollumfänglichen Krieg mit den Vereinigten Staaten, Israel und Europa“ erscheint kaum übertrieben. „Sie belagern uns von allen Seiten, setzen uns unter Druck und in Bedrängnis, schaffen Probleme – wirtschaftlich, kulturell, politisch und sicherheitspolitisch“. [39]

Die Gefahr eines neuen militärischen Krieges gegen den Iran und damit auch eines Flächenbrandes in der Region ist jedenfalls groß und die deutsche Regierung trägt gemeinsam mit der französischen und britischen eine erhebliche Mitverantwortung dafür.

(31.12.2025)


[1] Norman Paech, Iran-Krieg: Die Atombombenlüge – Irans angeblich geplante Nuklearwaffe ist Vorwand für Regime-Change-Krieg. junge Welt, 25.06.2025, Die israelische Militäroperation Rising Lion und die US-Angriffe Midnight Hammer gegen iranische Atomanlagen im Lichte des Völkerrechts, Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags, 3. Juli 2025

[2] Keir Starmer backs US strike on Iran but warns of wider escalation risk, Guardian, 22.06.2025

[3] Trump shares texts from NATO chief praising ‘decisive action’ on Iran, Al Jazeera, 24.06.2025

[4] Russia is ready to mediate on Iran, and to accept Tehran’s uranium, Kremlin says, Reuters

16.6.2025
Matthew Ehret, Die Integration des Irans in die eurasische Achse beendet die westliche Dominanz, The Cradle, 11. Juli 2025

[5] Iran verstößt laut Atomenergie-Organisation gegen Pflicht zur Nichtverbreitung von Atomwaffen, Handelsblatt, 12.06.2025, Iran warns of ‘proportionate’ response as IAEA mulls censure, Al Jazeera, 10.06.2025

[6] IAEA bezweifelt friedlichen Charakter von Irans Atomprogramm, DIE ZEIT, 12. Juni 2025,

[7] Knut Mellenthin, Iran: Kriegsdrohung gegen Teheran – Westliche Staaten setzen in Atombehörde weitere Resolution gegen Iran durch, junge Welt, 21.11.2025

[8] siehe Joachim Guilliard, Der Wirtschaftskrieg gegen den Iran: Aufstieg der Belagerten, UZ, 23. Juni 2023

[9] Why Europe’s snapback gamble against Iran will backfire, Bulletin of the Atomic Scientists, 1.10.2025

[10] Knut Mellenthin, Iran: Mit Trump ja, mit Europa nein, junge Welt, 13.10.2025,

[11] Snapback‘ Returns Sanctions Against Iran, Think BRICS, 1.10.2025

[12] Why Europe’s snapback gamble against Iran will backfire, Bulletin of the Atomic Scientists, 1.10.2025

[13] Country Data Iran, International Monetary Fund, Stand Oktober 2026

[14] Sanctions reduced Iran’s oil exports and revenues in 2012, U.S. Energy Information Administration, 26.04.2013

[15] Iran Oil Export Data 2024-25: Iran Oil Exports by Country & Iran Oil Production, TradeImeX, 13.10.2025

[16] Despite U.S. Sanctions, Iran’s Oil Exports Hit Record Levels, The Maritime Executive, 9.11.2025
Iran’s Oil Exports Remained Near Peak in November, Foundation for Defense of Democracies, r 4, 2025

[17] US-Sanktionen: Der nicht ganz so maximale Druck auf Iran, FAZ, 16.11.2025

[18] Iran’s dark fleet hits full capacity, Maritime Risk & Intelligence, Vortexa, 12. November 2025

[19] Iran export Statistics, TradeImeX, Stand Oktober 2025

[20] 29,3% (30,6 Mrd. US$) gehen nach China: 17,8% (18,6 Mrd. US$) nach Indien, 12,5% (13,1 Mrd. US$) in die Vereinigten arab. Emirate und 9,4% (9,8 Mrd. US$) in die Türkei

[21] First train on Russia-Iran cargo route covers 4000km in 12 days, News Central Asia, 11.11.2025

[22] The Aftermath of the 12-Day War Between Israel and Iran, Drop Site News, 11.12.2025 (basierend auf der Doku “Target Tehran,” von Al Jazeera Fault Lines)

[23] Mossad set up drone base in Iran, UAVs took out missile launchers overnight, Times of Israel, 13.06.2025

[24] By fusing intelligence and special operations, Israel’s strikes on Iran are a lesson in strategic surprise, Atlantic Council, 14.06.2025, Undercover-Angriffe des Mossad machen Israels Luftschlag erst möglich, NTV, 13.06.2025

[25] How Trump Shifted on Iran Under Pressure From Israel, New York Times, 17.06.2025

[26] How an Israeli-American deception campaign lulled Iran into a false sense of security, Times of Israel, 13.06.2025

[27] A Miscalculation by Iran Led to Israeli Strikes’ Extensive Toll, Officials Say, New York Times, 13.06.2025

[28] The US strike on Iran’s nuclear sites: preliminary thoughts on the outcomes, Bulletin of the Atomic Scientists, 24.06.2025

[29] New U.S. assessment finds American strikes destroyed only one of three Iranian nuclear sites, NBC News 17.07.2025, Knut Mellenthin, Iran: Schäden schwer zu bemessen, junge Welt, 22.07.2025

[30] Israel claims control of Iran’s skies, but Tehran is managing to hit back, NPR, 16.6.2025

[31] New reports cast doubt on impact of US strikes on Iran’s nuclear sites, Al Jazeera 18.07. 2025

[32] Lars Lange, Irans stumme Luftabwehr: 1.000 Batterien – null Reaktion? Schonung und Täuschung durch Attrappen?, Telepolis, 18.06.2025

[33] Russland liefert MiG-29- und Suchoi-Su-35-Jets an die iranische Luftwaffe , Merkur, 26.09.2025

[34] Russia Is Building Su-35 Fighter Jets for Iran—Secret Files Reveal the Numbers and Delivery Timeline , United 24 Media, 28.11.2025, Russian leak signals Su-35s for Iran moving to production, Al-Monitor, 7.12.2025

[35] Russia’s An-124 Ruslan Lands Secretly in Iran — Speculation Mounts Over S-400 And Su-35 Deliveries, Defence Security Asia, 3.11.2025

[36] The China–Iran Oil-for-Weapons Trade Loop: Entities, Sanctions, and Implications for Proxy Warfare, Dryad Global Metis Insights, 6.11.2025, s.a. China’s HQ-9 Air Defence System Reach Iran Through Secret Oil Barter Network – Dryad Global Maritime Report, Defence Security Asia, 9.11.2025

[37] Seymour Hersh, Are we still fighting Iran? – American experts think the regime in Tehran is teetering while Israelis believe it’s rebuilding its defenses—another confrontation is looming, Substack, 10.12.2025

[38] Trump unterstützt bei Neuaufrüstung Angriffe auf Iran, Tagesspiegel, 29.12.2025

[39] Präsident Peseschkian: Iran in „vollumfänglichem Krieg“ mit USA, Europa und Israel, Berliner Zeitung, 28.12.2025