Heute, am 24.7.2026, fand eine Protestaktion gegen Drohnenmotorenlieferung an israelische Rüstungsfirmen statt: Kundgebung vor dem Rotax-Werk in Gunskirchen. Friedens- und Solidaritätsaktivist*innen blockierten Einfahrten und besetzten Dach.


Bereits im August 2025 fand eine Protestaktion von Friedens- und Solidaritätsaktivist*innen vor und auf dem Werk der Fa. Rotax in Gunskirchen statt. Die Solidarwerkstatt Österreich, die ARGE Wehrdienstverweigerung, die Steirische Friedensplattform und die Palästinensische Gemeinde in Österreich haben in Folge über die Anwältin Dr. Astrid Wagner eine Strafanzeige wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Kriegsmaterialgesetz und das Außenwirtschaftsgesetz bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft eingebracht. Angeblich wurde die Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft Wels übermittelt. Informationen darüber, ob ermittelt wird, liegen nicht vor.

Inzwischen gehen die Motorenlieferungen weiter. Sie sind mittlerweile auch beim Krieg gegen den Iran aufgetaucht. Die mit diesen Motoren angetriebenen Drohnen werden nachweislich im genozidalen Krieg Israels in Gaza eingesetzt. Mit diesen Rüstungsgeschäften verletzt Österreich völkerrechtliche Verpflichtungen, wie sie sich aus der Haager Konvention, dem Arms Trade Treaty, dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs u. a. ergeben. Auch die Verpflichtungen eines immerwährend neutralen Staates werden dadurch verletzt.

Israel verwendet eine ganze Flotte hochentwickelter militärischer Drohnen, unter anderem IAI Heron TP, Heron MK II, Elbit Systems Hermes 900. Diese Drohnen werden zur Überwachung, als Offensivwaffen und für gezielte Morde eingesetzt. In all diesen Drohnentypen werden Motoren von Rotax eingesetzt, hergestellt hier in Österreich.

Die AktivistInnen fordern den sofortigen Stopp jeglicher Rüstungskooperation mit Israel, insbesondere:

  • Sofortigen Stopp aller Lieferungen von Motoren für Killerdrohnen
  • Vollständige Aufklärung über die bisherigen Lieferungen und strafrechtliche Verfolgung der dafür Verantwortlichen
  • Keine Erleichterung für Rüstungsexporte, sondern deren Verhinderung
  • Sicherung der Arbeitsplätze bei Rotax durch Sicherstellung der ausschließlich zivilen Nutzung der Produkte