Demokratie & Politik

Rede von Boris Lechthaler (Solidarwerkstatt Österreich) auf der Demo "Lasst die Reichen zahlen" am 19.9.2020 in Wien.

Österreich ist in Bezug auf die Todeszahlen und Erkrankungen im Vergleich zu anderen Staaten bisher relativ glimpflich durch die Coronakrise gekommen. Unabhängig ob jemand an oder mit Corona gestorben ist, lässt sich das anhand der sehr unterschiedlichen Entwicklung der Übersterblichkeit in den verschiedenen Staaten ablesen. Das gilt es anzuerkennen. Gleichzeitig lief und läuft vieles schief. Und es gilt Lehren aus dieser Krise zu ziehen. Wir stellen daher einige Fragen an die Regierung:

Wie von Sofortmaßnahmen zum Bruch mit dem neoliberalen Regime kommen? Diese Frage wird bei Aktionskonferenz des Personenkomitees "Selbstbestimmtes Österreich" für eine ökosoziale Opposition am 17.10.2020, ab 14h, in verschiedenen Themenblöcken diskutiert. Um Anmeldung wird gebeten.

Nun haben wir es schwarz auf weiß: Corona war nur ein Vorwand, um die mobile Klimademo auf der Linzer Nibelungebrücke zu verbieten. Tatsächlich ging es der Politik darum, den Autoverkehr nicht zu beeinträchtigen. Klimaaktivist Andreas Schütz schildert bei der Kundgebung "Hände weg vom Demonstrationsrecht!" am 25. September vor dem Linzer Landhaus die Hintergründe. https://youtu.be/HnCzZGuXIt4

Der Linzer Bürgermeister nützt die neuen Willkürmöglichkeiten des Epidemie-Gesetzes aus und verbietet eine mobile Demonstration von Fridays for Future über die Nibelungenbrücke. Im Anschluss an die Fridays for Future-Kundgebung am Linzer Hauptplatz (ab 14 Uhr) findet daher am Freitag, 25.9. eine Protestaktion statt: „Klimaschutz braucht Bewegung! Hände weg vom Demonstrationsrecht!“ (15.30 Uhr, vor dem Landhaus Linz).