Arbeit & Wirtschaft

Die Entscheidungen über die Vergabe der Covid-Hilfsgelder dauern oft lange und sind oft höchst willkürlich. Das zerstört die wirtschaftliche Existenz von tausenden Kleinunternehmern. Mitverantwortlich dafür ist offensichtlich die katastrophale personelle Unterausstattung der dafür verantwortlichen COFAG, der gerade einmal 12 MitarbeiterInnen zur Verfügung stehen, um zehntausende Anträge gleichzeitig zu bearbeiten. Zum Vergleich: Das Bundeskanzleramt beschäftigt alleine 59 MitarbeiterInnen für PR und Öffentlichkeitsarbeit

Univ. Prof. i.R. Dr. Emmerich Talos analysiert in der Zeitschrift WISO ein Jahrhundert Arbeitslosenversicherung in Österreich. Seine Schlussfolgerung in Bezug auf die aktuelle Situation: "Insbesondere in der aktuellen Arbeitsmarktsituation zeigt sich die Wichtigkeit der materiellen Absicherung im Fall der Arbeitslosigkeit, zugleich aber auch deren Reformbedürftigkeit. Denn unübersehbar ist, dass die österreichische Arbeitslosenversicherung für viele Betroffene keine ausreichende Absicherung bietet." https://www.isw-linz.at/fileadmin/user_upload/HP_Talos.pdf

Was Arbeitsminister Martin Kocher verspricht und was er nicht bereit ist zu leisten. Außerdem ein wichtiger Hinweis: In der letzten Februar-Woche findet eine Aktionswoche für die Erhöhung des Arbeitslosengeldes statt.

EU-Kommission gibt Mitgliedstaaten »Tips« zur Durchsetzung neoliberaler Reformen mit Hilfe des Corona-Wiederaufbaufonds. Von Steffen Stierle (aktiv bei Attac Deutschland und der Initiative Eurexit). Erstveröffentlichung: www.jungewelt.de

Der Journalist Christian Kaserer besuchte sieben selbstverwaltete Betriebe in Griechenland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen, Spanien und Österreich. Seine Erfahrungen hat er im neu erschienen Buch „coop – Selbstverwaltete Betriebe und ihre Auswirkungen auf Arbeit und Gesellschaft“ im guernica-Verlag veröffentlicht. Das Werkstatt-Blatt führte mit darüber das folgende Gespräch.

Thomas Pierer, Gemeinderat in Bruck a. d. Mur, ärgert sich darüber, wie die Beschäftigten des LKH Hochsteiermark in Leoben und Bruck im wahrsten Sinn des Wortes abgespeist werden.

Jetzt Helfen! Jetzt eine Politik für Vollbeschäftigung einfordern! Jetzt die Weichen für eine soziale und ökologische Transformation stellen! 
Zusammenfassung der Diskussion beim 1. Plenum der Solidarwerkstatt Österreich im Vereinsjahr 2020/21 am 30. September 2020 im Freiraum Wels.

Der MAN-Betriebsrat organisiert am Do, 15.10.2020 einen Warnstreik gegen die Schließung des MAN-Werks. Ab 12.30 Uhr findet am Steyrer Stadtplatz eine Kundgebung statt. Die Solidarwerkstatt ruft auf, den Kampf der Beschäftigten zu unterstützen. Unsere zentralen Forderungen  im Kampf gegen die Werksschließung:
Vollbeschäftigungspolitik jetzt!
    - Aktive Industriepolitik!
    - Für eine soziale und ökologische Wende!
    - Niemanden zurücklassen!

Das EU-Beihilfen- und -Wettbewerbsrecht könnte sich als Todesstoß für viele Klein- und Mittelbetriebe herausstellen. Die Bundesregierung darf sich bei der Unterstützung der aufgrund der Coronakrise notleidenden Betriebe nicht länger von der EU-Kommission bevormunden lassen.

Klaudia Paiha, die Bundessprecherin der Alternativen und Grünen
GewerkschafterInnen (AUGE UG) wendet sich entschieden gegen den von der
grünen Parteiführung in Umlauf gebrachten Vorschlag eines degressiven
Arbeitslosengeldes. Die grünalternativen GewerkschafterInnen fordern die
Regierung erneut auf, das Arbeitslosengeld auf 80% des Letzteinkommens
anzuheben. Hier eine Presseaussendung der AUGE UG.