Arbeit & Wirtschaft

Derzeit finden die KV Verhandlungen für die 12.000 Beschäftigten der privaten Busunternehmen statt. Die Solidarwerkstatt unterstützt die Forderungen der Gewerkschaft vida. Eine klimafreundliche Mobilitätswende mit mehr Öffentlichem Verkehr braucht auch gute Arbeitsbedingungen und mehr Personal. Und ein Ende der Liberalisierungswut.

„15 Stunden am Montag, 14 Stunden am Dienstag, 15 Stunden am Mittwoch, 16 Stunden am Donnerstag und 17 Stunden am Freitag: Milans Stundenlisten lesen sich wie aus seiner anderen Zeit. Er liefert im Auftrag eines Subunternehmes des Paketdienstleisters DPD in der Steiermark Pakete aus. Laut seinen Aufzeichnungen arbeitete er im April 2022 im Schnitt 15 Stunden pro Tag, bis zu 370 Kilometer legte er täglich zurück, für einen Nettolohn von rund 5,20 Euro pro Stunde. In den Monaten davor und danach sieht es nicht viel besser aus.“

Am 6. Dezember reiste EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu einem Treffen der Mercosur-Staaten in Uruguay und unterzeichnete im Namen der EU-Kommission die Einigung auf ein Freihandelsabkommen der EU mit den vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Doch der Widerstand geht weiter.

Wir brauchen eine sozialökologische Transformation und die friedenspolitischen Rahmenbedingungen, sie umzusetzen. Die Solidarwerkstatt Österreich stellt in 12 Themenbereichen Forderungen auf, die in der nächsten Legislaturperiode in Angriff genommen werden müssen. Denn: Widerstand braucht Perspektive!

Von 7. bis 9. Oktober läuft in Brasilien die nächste Verhandlungsrunde zum EU-Mercosur-Abkommen. Trotz breiten Widerstandes auf beiden Seiten des Atlantiks drängt die EU-Kommission auf einen raschen Abschluss bis Ende des Jahres.

Die Arbeiterkammer OÖ schlägt Alarm. Aktuelle Zahlen aus dem Arbeitsklima Index zeigen, dass knapp 60 Prozent der Beschäftigten in Österreich trotz Krankheit zur Arbeit gehen. 

Ist Vollzeit statt Teilzeit die Lösung? Befunde aus der Arbeitsforschung von Bettina Stadler aus Diskurs - Das Wissenschaftsnetz.

Arbeitslosigkeit steigt wieder an. Trotzdem kürzt die Regierung das AMS-Budget um 95 Millionen Euro. Hauptbetroffen sind Langzeitarbeitslose, Frauen und Jugendliche.

Mit der Zerschlagung von VAMED droht der Verkauf von Reha-Kliniken an einen französischen Investment-Fond. Es gäbe Alternativen.

Nachdem in den Jahren der Covid-Pandemie nicht so genau auf die Verschuldung geschaut wurde, fiel die schleichende Aushöhlung der Steuereinnahmen nicht so gravierend auf. Noch dazu konnte mit der steigenden Inflation begründet werden, dass den notleidenden BürgerInnen nun mehr im Portemonnaie bleiben soll. Jetzt, wo der EU-Fiskalpakt wieder in Kraft tritt (in modifizierter Form), beginnt sich die Aushöhlung der Beitragsgrundlage zu rächen – und eine Spirale des Sozialabbaus in Gang zu setzen.