Arbeit & Wirtschaft

Die Kampfbereitschaft der ArbeitnehmerInnen in der Lederindustrie hat zu einem ersten Erfolg geführt. Ende 2021 erreichte die Gewerkschaft einen neuen Kollektivvertrag, der einen Mindest-Bruttomonatslohn von 1.500 Euro bringt – allerdings nur in Etappen.

Am 9. Jänner 2022 war in Österreich "Fat Cat Day" und damit jener Tag, an dem ein Vorstandschef eines ATX-Unternehmens – die "fette Katze" – das durchschnittliche Jahreseinkommen eines Beschäftigten in Österreich verdient hat!  (1) Im Durchschnitt verdient ein Vorstandschef das 57-Fache des mittleren Einkommens eines Beschäftigten.

Wir möchten diesen Beitrag aus dem Vorjahr mit einigen Aktualisierungen erneut veröffentlichen. Die mehr als berechtigte Kritik an der profitorientierten Pharmaindustrie müssen wir nach vorne hin auflösen, statt in Irrationalismus und Sozialdarwinismus zurückzufallen. Die Solidarwerkstatt Österreich tritt daher für den Aufbau eines eigenständigen öffentlich kontrollierten Pharmasektors in Österreich ein.

Seit Jahrzehnten steigt die Arbeitslosigkeit in Wellen an. Parallel dazu werden seit den 90er Jahre durch Novellen zum Arbeitslosenversicherungs-Gesetz (AlVG) die Bedingungen für Arbeitslose laufend verschlechtert. Eine Chronologie.

Trotz vorheriger Zusage verweigern die Unternehmen in der Lederindustrie nach wie vor einen Mindestlohn von 1.500 Euro. Der Mindestlohn in der Branche liegt nach wie vor bei schändlichen 1.305 Euro.  Unterstützen wir die Kampagne der Gewerkschaft PROGE für die Anhebung des Mindestlohnes!

Die türkis-grünen Steuerreformpläne sind weder sozial noch ökologisch. Wenn uns angesichts der drängenden Zeit tatsächlich rasch eine ökosoziale Transformation gelingen soll, müssen vor allem die öffentlichen Investitionen massiv ausgeweitet werden. Eine erste Einschätzung der Solidarwerkstatt Österreich.

Der Präsident der Arbeiterkammer OÖ Johann Kalliauer, Unterstützer des Volksbegehrens "Arbeitslosengeld rauf!", fordert erneut die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf zumindest 70% des Letzteinkommens. Unter Arbeitslosigkeit leiden nicht nur die Arbeitssuchenden, sondern auch viele Kinder. Kalliauer: "Es ist erschreckend, das rund 17.500 Kinder in Oberösterreich wegen der Arbeitslosigkeit ihrer Eltern von Armut bedroht sind."

Untersuchungen der Arbeiterkammer zeigen: Die ManagerInneneinkommen in Österreich entschweben immer mehr in lichte Höhen, der Abstand zu den ArbeitnehmerInnen wird immer größer.

EU will grenzüberschreitenden Einsatz von LokführerInnen forcieren, die Gewerkschaft vida warnt vor drastischen Konsequenzen.

Vom 20.09.2021-27.09.2021 findet die Eintragungswoche für das Volksbegehren Notstandshilfe statt. Auf deinem/Ihrem Gemeindeamt oder Bezirksamt, das Volksbegehren Notstandshilfe unterschreiben und zugleich kann auch die Unterstützungserklärung für dasVolksbegehren „Arbeitslosengeld Rauf“ gemacht werden!