Arbeit & Wirtschaft

Die Solidarwerkstatt unterstützt den Kampf der Handelsangestellten um eine faire Lohnerhöhung. Das Angebot der Arbeitgeber ist inakzeptabel, die ArbeitnehmerInnen werden bereits seit langem von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung abgekoppelt.

Der Linzer Ökonom Friedrich Schneider von der Universität Linz hat die wirtschaftlichen Auswirkungen der geplanten Zentralisierung der Gebietskrankenkassen für Oberösterreich durchgerechnet. Die Ergebnisse sind alarmierend: Bis zu 13.900 Arbeitsplätze gehen verloren, Gemeinden, Klein- und Mittelbetriebe bleiben auf der Strecke.

Es geht...
... um einen Riesenmarkt für private Konzerne
... um Entmachtung der ArbeiterInnen und Angestellten in der Sozialversicherung
... um einen Jahrhundertangriff auf Demokratie und Sozialstaat
... um unsere Gesundheit und unser Geld

Am 12. Dezember will die Regierung die Zerstörung der Selbstverwaltung in der Sozialversicherung durchs Parlament peitschen. Damit würden die ArbeiterInnen und Angestellten in ihrer eigenen Versicherung entmündigt und die regionalen Gebietskörperschaften zerschlagen werden.
>>Am Di, 11. Dezember 2018 veranstaltet daher das Aktionskomitee URABSTIMMUNG eine Lichterkette/Demonstration gegen diesen Jahrhundertangriff auf Demokratie und Sozialstaat. Motto: "Retten wir unsere OÖGKK! Urabstimmung jetzt!" (Treffpunkt 16 Uhr, vor der OÖGKK, Gruberstraße 77, 4020 Linz). Anschließend Demonstration zum Linzer Landhaus (Abschlusskundgebung ab ca. 17.15 Uhr). Hier Aufruf und Bewerbungsflyer.

Einladung zum nächsten
Treffen des Aktionskomitees URABSTIMMUNG
„Retten wir unsere OÖGKK! Urabstimmung jetzt!“
Do, 6. Dezember 2018
18 Uhr, Veranstaltungsraum Waltherstraße 15, 4020 Linz

Im Dezember 2018 soll das Freihandelsabkommen JEFTA (Japan-EU Free Trade Agreement) zwischen der EU und Japan in Kraft treten. Dieser Vertrag stellt ein Einfallstor zur Privatisierung der Wasserversorgung dar.

EU hebt wegen JEFTA Importverbot bestrahlter Lebensmittel aus Japan auf.

Die Solidarwerkstatt unterstützt die ab Montag stattfindenden Streiks der Metall-Gewerkschaft für faire Lohnerhöhungen. Wir brauchen eine breite Allianz von Gewerkschaften und Zivilgesellschaft – sowohl im Kampf für bessere Löhne als auch für die Verteidigung unserer Sozialversicherung. Die Solidarwerkstatt Österreich beschloss bei ihrer 25. Vollversammlung einstimmig diese Solidaritätserklärung.

Am 25. August 2018 veranstalteten Solidarwerkstatt und Stahlstadt gegen Faschismus im Linzer Stadtzentrum eine Aktion gegen den 12-Stundentag. Dabei wurde auch mittels Straßentheater auf die negativen Folgen dieser Anhebung der täglichen und wöchentlichen Höchstarbeitszeit hingewiesen. Hier zum Aufruf sowie einige Fotos von der Aktion.

Tomáš Sobotka vom Vienna Institute of Demography schätzt, dass rund 14 Millionen Menschen seit Anfang der 90er Jahre Zentral- und (Süd)Osteuropa Richtung Westen verlassen haben (1). Die Bevölkerung ist seither in diesem Raum um rund 23 Millionen oder mehr als 10 Prozent geschrumpft. Hinter diesen Zahlen versteckt sich eine ungeheure Umverteilung von arm zu reich.