Arbeit & Wirtschaft

Die Arbeiterkammer hat im März 2026 erneut auf ein strukturelles Problem am österreichischen Arbeitsmarkt aufmerksam gemacht: den massiven Lohnraub durch unbezahlte Überstunden. Jeder vierte Überstunden wurde 2025 weder bezahlt noch durch Zeitausgleich abgegolten. Eine Zunahme von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Heimlich, still und leise hat die österreichische Bundesregierung am 13. März in einem Umlaufbeschluss der „vorläufigen Anwendung des EU-Mercosur-Abkommens“ zugestimmt. Ein Akt demokratiepolitischer Verwahrlosung. Die Regierung zeigt damit, dass ihr „Nein“ zu diesem neoliberalen Vertrag keine Sekunde ernst gemeint war.

Am 3. März streiken die Beschäftigten der Ordensspitäler erneut. Die Arbeitgeber haben sich in den Verhandlungen, vor allem bei der Forderung nach Arbeitszeitverkürzung, kaum bewegt.  Als Solidarwerkstatt Österreich erklären wir uns voll solidarisch mit diesem Streik und den Anliegen der Beschäftigten und rufen auf, sich an den Streikversammlungen zu beteiligen. Geld für Gesundheit statt für Aufrüstung!

Am Dienstag, 3. März, streiken die Kolleg:innen der Ordensspitäler in Oberösterreich - zum zweiten Mal! Solidarität zeigen! Kommt zur Streikversammlung in Linz: 10.15 Uhr Martin-Luther-Platz, Linz. 11.30 bis 12.30 Uhr vor dem Landhaus.

Was es jetzt braucht für Oberösterreichs Gesundheitsversorgung? Eine klare Aufforderung an die Politik, denn eine sichere Gesundheitsversorgung in OÖ braucht Entlastung für die Beschäftigten der Krankenhäuser. Nicht aus Bequemlichkeit. Nicht aus Luxus. Sondern weil es anders nicht mehr geht. Um für euch und eure Lieben auch in Zukunft so gut sorgen zu können, wie ihr es verdient.
Unterstützt daher bitte diese Petition!

Das neoliberale EU-Mercosur-Abkommen ist nun im EU-Rat durchgewunken worden, nachdem die rechtsextreme Regierung in Italien grünes Licht dafür gegeben hat. Österreichs Vertreter stimmte dagegen. Prinzipiell löblich, doch bei genauer Betrachtung zeigt sich: Widerstand wurde nur simuliert, um keine Debatte über tatsächlichen Widerstand aufkommen zu lassen.

Am Montag, 12. Jänner veranstaltet die Gewerkschaft eine Protestkundgebung für die Forderungen der Beschäftigten der Ordensspitäler Oberösterreich (14.30 Uhr, vor dem Landhaus in Linz). Bewegen sich die Arbeitgeber nicht, kommt es zum Streik.

Aufruf von Sandra Weilnböck, Radiologietechnologin im Ordensklinikum bei den Barmherzigen Schwester Linz, die Beschäftigten der Ordensspitäler bei den Kollektivvertragsverhandlungen zu unterstützen. Am Mittwoch, 3. Dezember finden Kundgebungen in Linz, Wels und Ried statt.

Die Solidarwerkstatt Österreich hat vor Kurzem die notwendigen Unterschriften für eine parlamentarischen Bürgerinitiative übergeben, die die Parlamentariern auffordert, eine Volksabstimmung über das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen ermöglichen. Damit soll dem undemokratischen Trick der EU-Kommission, mit dem die Mitentscheidung der nationalen Parlamente bei diesem fatalen Freihandelspakt eliminiert wird, entgegengetreten werden. In einem offenen Brief werden die Nationalrats- und Bundesratsabgeordneten aufgefordert, Farbe zu bekennen.

Mit diesem markigen Spruch geißelte der PROGE-Chef Reinhold Binder zurecht Einmalzahlungen in Kollektivvertragsverhandlungen. Das war 2023. Heute feiert er Einmalzahlungen als Erfolg. Er hat sich damit Länge mal Breite von der Kapitalseite über den Tisch ziehen lassen. Doch es gilt weiter auszuholen.