smartmeter pickerl endWährend ein analoger Ferraris-Zähler eine Lebensdauer von mindestens 50 Jahre, oftmals bis zu 100 Jahre erreichen kann, ist der sog. Smart Meter mit ca. 8 Jahren reif für den Schrottplatz.


Der Mitarbeiter eines Kärntner Netzbetreibers brachte es gegenüber einer Kundschaft im besten Kärntnerisch auf den Punkt: „Die Smart Meter sein vül schneller hin“. Zu störanfällig ist die Computerelektronik, ein Badewanneneffekt (sh. unten) wird durch Systemfehler spürbar und dann wird`s teuer. Exakt ausgedrückt arbeitet der Ferraris-Zähler um das mindestens 6,25 fache länger und somit bedeutend billiger als ein Smart Meter. Bei Kosten von ca. 100 Euro für den Smart Meter pro Stück mal 6,25 auf 50 Jahre hochgerechnet ist das für die Stromkunden/Innen keine Kleinigkeit an zusätzlich versteckten Kosten. Ein Ferraris-Zähler kostet ca. 35 Euro einmal in 50 Jahren, oder noch länger. Die persönliche Kosten/Nutzenanalyse für ihre Stromzählerkosten im Haushalt überlasse ich ihnen. Ebenso die Frage, wer den permanenten Stromverbrauch bei Erfassung und Speicherung von Daten mittels Smart Meter bezahlt. Und welche ökologischen Folgen entstehen, wenn nicht alle 50 bis 100 Jahre, sondern alle 8 Jahre 5,5 Millionen digitale Messegeräte als Elektromüll anfallen.

Badewanneneffekt

Ob der oben genannte Badewanneneffekt in der ministeriellen Kosten/Nutzenanalyse Eingang gefunden hat, entzieht sich unserer Kenntnis. Aufgrund der großen Relevanz bei Versorgungssicherheit und Kosten mit Strom wollen wir hier kurz darauf eingehen.

Wird eine herkömmliche Struktur von Mechanik, Werkstoffen oder Elektronik neu ein- oder aufgesetzt, so kommt es zu einer Ausfallsverteilung, welche auch Badewanneneffekt genannt wird. Der Badewanneneffekt wird zur Darstellung einer Zuverlässigkeit von Technik benützt, indem die Gefahr des Ausfalls und Versagens der Technik grafisch aufzeichnet wird. Wir stellen uns den Querschnitt einer Badewanne vor. Eine Linie, welche links oben beginnt, zeigt uns eine fallende Kurve und damit auch eine Abnahme von frühen Störungsfällen an. Dies ist im System der elektronischen Hard- und Softwareimplementierung, wie eben auch die Einführung des Überwachungsstromzählers Smart Meter, ein durchaus  normaler Vorgang. Aber mit gravierenden Folgen. In der Mitte der Wanne verflacht sich die Kurve zu einer fast Waagrechten und deutet damit an, dass es in dieser Zeit nur Zufallsausfälle im System geben wird. Zum rechten Rand hin steigt die Kurve wieder konstant und zunehmend steil an, was wiederum einer alters- oder verschleißbedingten Ausfallsrate im elektronischen System geschuldet ist. Gehen wir von einem realistischen Lebenszyklus elektronischer Bauteile im Informationstechnologiebereich aus, die sich in einer Zeitspanne von 6-8 Jahren im Durchschnitt bewegt, so können wir an der Badewannenkurve feststellen, dass es bei 5,5 Millionen Zählern in Österreich ein permanentes Ausfallen bei Einführung des Smart Meters, ein dauerhaftes Austauschen durch Alterserscheinungen oder Verschleiß und ein fortlaufendes Ausfallen durch Zufallsausfälle geben wird. So schön und bequem es sich die Initiatoren dieses Überwachungssystem Smart Meter in ihrer digitalen Welt auch vorstellen, in solchen Ausfallsituationen geht keine Manipulation auf Knopfdruck oder Mausklick mehr, da müssen die - falls noch nicht abgebauten - Techniker, raus, um den Schaden zu beheben, wenn möglich zeitnah. Denn wer lebt schon gerne ohne Strom?

Rudi Schober
(Februar 2017)

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